Was Kleie als Futtermittel ausmacht
Kleie entsteht bei der Verarbeitung von Getreide und besteht überwiegend aus den äusseren Kornschichten. Je nach Ausgangsgetreide und Mahlverfahren variiert der Anteil an Schalenteilen, feinen Mehlresten und Nährstoffen. In der Schweinefütterung wird Kleie vor allem wegen ihres Fasergehalts berücksichtigt, nicht als direkter Ersatz für energiedichte Körnerkomponenten.
Typische Einsatzbereiche in Schweinerationen
Kleie wird in Mischfuttern und hofeigenen Rationen eingesetzt, wenn eine faserbetontere Zusammensetzung gefragt ist. Sie kommt vor allem dort in Betracht, wo Sättigung, Struktur oder eine weniger dichte Energieversorgung erwünscht sind. In Fütterungsphasen mit hohem Energiebedarf wird ihr Anteil in der Regel zurückhaltender eingeplant als bei Gerste, Hafer oder Mais.
Unterschiede nach Herkunft und Verarbeitung
Unter dem Begriff Kleie fallen verschiedene Qualitäten, etwa Weizenkleie oder Kleie aus anderen Getreidearten. Für die Beurteilung sind Herkunft, Feinheitsgrad, Feuchte, Anteil an Restmehl und die Gleichmässigkeit der Ware relevant. Auch lose und pelletierte Formen unterscheiden sich in Handhabung, Dosierung und Mischverhalten.
Einordnung unter Getreide und Abgrenzung zu Gerste, Hafer und Mais
Innerhalb der Leistung Getreide steht Kleie für ein verarbeitungsbedingtes Futtermittel und nicht für ein ganzes Korngetreide. Im Unterschied zu Gerste, Hafer und Mais liefert Kleie typischerweise mehr Faser und weniger konzentrierte Stärke je Gewichtseinheit. Sie wird deshalb in Schweinerationen anders bewertet und meist nicht eins zu eins anstelle dieser Getreidearten eingesetzt.