Stroh als strukturreiches Ergänzungsfutter für Ziegen
In der Fütterung von Ziegen dient Stroh in erster Linie der Strukturversorgung und Beschäftigung beim Fressen. Es enthält viel Rohfaser, ist aber nährstoffärmer als andere Raufutter. Deshalb wird es in der Regel nicht als Hauptfutter eingesetzt, sondern als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ration. Geeignetes Futterstroh muss trocken, sauber und frei von Schimmel, Staub und Fremdbestandteilen sein.
Typische Einsatzsituationen in der Ziegenhaltung
Stroh wird vor allem dann eingesetzt, wenn der Strukturgehalt der Ration erhöht werden soll oder wenn Tiere zusätzliches faserreiches Material zur Aufnahme erhalten sollen. In der Praxis kommt es häufig in Kombination mit Heu, Grünfutter oder weiteren Futterkomponenten vor. Für leistungsbezogene Rationen reicht Stroh allein nicht aus. Die Verwendung muss deshalb immer im Zusammenhang mit dem übrigen Futterangebot beurteilt werden.
Qualitätsmerkmale und Unterschiede beim Futterstroh
Für die Fütterung ist nicht jedes Stroh gleich geeignet. Unterschiede ergeben sich unter anderem aus der Getreideart, der Ernte, der Lagerung und dem Zustand des Materials. Futterstroh sollte hell bis natürlich gefärbt, trocken, locker und geruchlich unauffällig sein. Muffiger Geruch, Feuchtigkeit, starke Staubentwicklung oder sichtbarer Schimmel sprechen gegen den Einsatz als Futtermittel.
Abgrenzung zu Heu und Grünfutter innerhalb der Fütterung
Innerhalb der Ziegenfütterung ist Stroh klar von Heu und Grünfutter zu unterscheiden. Heu liefert neben Struktur in der Regel mehr verwertbare Nährstoffe und wird als klassisches Raufutter breit eingesetzt. Grünfutter ist frischer, wasserreicher und in der Fütterung anders zu handhaben als trockenes Stroh. Stroh übernimmt damit eine ergänzende Funktion und ersetzt weder hochwertiges Heu noch frisches Grundfutter.