Wie ein Krautschläger arbeitet
Ein Krautschläger bearbeitet den Pflanzenaufwuchs oberhalb der Bodenoberfläche. Je nach Bauart wird das Kraut abgeschlagen, eingekürzt oder zerkleinert, damit die Pflanzenmasse reduziert und für nachfolgende Arbeitsschritte vorbereitet wird. Der Eingriff richtet sich damit primär auf den Bestand und nicht auf die eigentliche Lockerung oder Wendung des Bodens.
Typische Einsätze auf Ackerflächen
Verwendet wird ein Krautschläger dort, wo starker Aufwuchs die weitere Bearbeitung oder die Ernte erschwert. Ein typischer Einsatz ist das Einkürzen von Kraut vor anschliessenden Feldarbeiten, etwa in Kulturen mit ausgeprägter oberirdischer Pflanzenmasse. Auch vor dem Einarbeiten von Pflanzenresten kann das Gerät genutzt werden, um den Bestand gleichmässiger und besser beherrschbar zu machen.
Bauarten und Auswahlkriterien
Unterschiede bestehen unter anderem bei Arbeitsbreite, Anbauart und der Ausführung der schlagenden oder schneidenden Werkzeuge. Je nach Kultur kommen Geräte für die flächige Bearbeitung oder für geführte Einsätze in Reihenbeständen infrage. Für die Auswahl relevant sind vor allem Bestandshöhe, Reihenabstand, Flächengrösse und die Leistungsfähigkeit des Trägerfahrzeugs.
Abgrenzung zu Pflug, Kreiselegge und Sämaschine
Im Bereich Bodenbearbeitung übernimmt der Krautschläger eine andere Aufgabe als ein Pflug, eine Kreiselegge oder eine Sämaschine. Ein Pflug arbeitet im Boden und wendet ihn, eine Kreiselegge bereitet das Saatbett, und eine Sämaschine bringt Saatgut aus. Der Krautschläger reduziert dagegen den oberirdischen Aufwuchs und steht häufig vor oder zwischen anderen Arbeitsgängen.