Was ein Pflug im Boden verändert
Ein Pflug schneidet den Boden auf, hebt ihn an und legt ihn gewendet wieder ab. Dadurch werden Bodenschichten bewegt, Rückstände eingearbeitet und die Oberfläche neu strukturiert. Je nach Boden, Feuchte und Einstellung entsteht ein stärkeres oder schwächeres Wenden des Bodens. Die Bearbeitungstiefe und die Qualität der Furche hängen unter anderem von Bauart, Arbeitsbreite und Zugmaschine ab.
Typische Einsatzbereiche im Ackerbau
Pflüge werden vor allem dort eingesetzt, wo eine tiefere Grundbearbeitung erforderlich ist. Das betrifft beispielsweise Flächen mit hohem Anteil an Ernterückständen, Umbruchsituationen oder Fruchtfolgen, in denen eine vollständige Einarbeitung erwünscht ist. Auch bei der Vorbereitung für nachfolgende Arbeitsgänge kann das Pflügen Teil des Bearbeitungskonzepts sein. Ob gepflügt wird, hängt von Kultur, Standort, Bodenverhältnissen und betrieblicher Bewirtschaftung ab.
Gängige Bauarten und Ausstattungen von Pflügen
Im landwirtschaftlichen Einsatz sind unter anderem Beetpflüge und Drehpflüge verbreitet. Sie unterscheiden sich in der Arbeitsweise auf dem Feld und in der Führung der Furchen. Hinzu kommen Varianten bei Anzahl der Schare, Rahmenbau, Arbeitsbreitenverstellung oder Steinsicherung. Welche Ausführung geeignet ist, richtet sich nach Bodenart, Schlaggrösse, Hanglage, Traktorleistung und dem gewünschten Arbeitsbild.
Abgrenzung zu Kreiseleggen, Sämaschinen und Krautschlägern
Pflüge sind der Bodenbearbeitung zugeordnet und dienen der tiefen, wendenden Erstbearbeitung. Kreiseleggen arbeiten in der Regel flacher und bereiten das Saatbett nach einer vorherigen Bearbeitung auf. Sämaschinen übernehmen die Ablage des Saatguts und ersetzen keine wendende Bodenbearbeitung. Krautschläger zerkleinern oberirdischen Pflanzenbestand, greifen aber nicht in derselben Form in das Bodenprofil ein wie ein Pflug.