Was Sämaschinen technisch leisten
Sämaschinen übernehmen die dosierte Abgabe des Saatguts und dessen Ablage im Boden. Entscheidend sind dabei unter anderem Ablagetiefe, Reihenabstand, Querverteilung und die Anpassung an Saatgutgrösse und Bodenverhältnisse. Je nach Bauart arbeiten die Maschinen mit Scharen, Säaggregaten, Andruck- oder Schliessorganen, damit das Saatgut möglichst gleichmässig eingebettet wird.
Einsatz bei Getreide, Mais, Zwischenfrüchten und Spezialkulturen
Die Anforderungen an eine Sämaschine unterscheiden sich je nach Kultur deutlich. Bei Getreide und Zwischenfrüchten stehen flächige und gleichmässige Aussaatverfahren im Vordergrund, während bei Mais, Rüben oder anderen Reihenkulturen die exakte Einzelkornablage zählt. Auch Betriebsweise, Schlaggrösse, Bodenart und der gewünschte Bearbeitungsgang vor der Saat beeinflussen die Wahl der Maschine.
Bauarten von Sämaschinen
Im Markt werden vor allem Drillmaschinen und Einzelkornsämaschinen unterschieden. Drillmaschinen eignen sich für Kulturen mit dichter Reihenfolge und kontinuierlicher Saatgutabgabe, während Einzelkornsämaschinen einzelne Körner mit definiertem Abstand ablegen. Daneben gibt es Lösungen für kombinierte Arbeitsgänge, Direktsaat oder spezielle Anforderungen an Feinsämereien und Zwischenfruchtmischungen.
Abgrenzung zu Pflügen, Kreiseleggen und Krautschlägern
Sämaschinen gehören in dieser Hierarchie zum Umfeld der Bodenbearbeitung, erfüllen aber eine andere Aufgabe als die eigentliche Lockerung oder Vorbereitung des Bodens. Pflüge wenden und bearbeiten den Boden, Kreiseleggen bereiten das Saatbett auf, und Krautschläger zerkleinern Pflanzenreste oder Aufwuchs. Die Sämaschine folgt auf diese Arbeitsschritte oder wird mit ihnen kombiniert, wenn Saatbettbereitung und Aussaat in einem Ablauf zusammengeführt werden.