Funktion und Arbeitsweise von Kreiselschwadern
Ein Kreiselschwader nimmt gemähtes Futter mit rotierenden Zinken vom Boden auf, führt es seitlich oder zur Mitte zusammen und legt es als gleichmässigen Schwad ab. Ziel ist eine aufnahmegerechte Form für Folgemaschinen und ein möglichst schonender Umgang mit dem Erntegut. Die Arbeitsweise richtet sich nach Bestand, Feuchtegrad, Flächenform und gewünschter Schwadbreite.
Einsatz bei Heu-, Silage- und Frischfutterernte
Kreiselschwader werden nach dem Mähen und je nach Prozess nach weiteren Arbeitsschritten eingesetzt, um Futterreihen für die Aufnahme vorzubereiten. Typische Einsatzbereiche sind Wiesen, Weiden und Futterbauflächen mit unterschiedlichen Schlaggrössen. In der Praxis geht es darum, ein sauberes Schwadbild zu erzeugen, das zur nachfolgenden Aufnahme mit Ladewagen oder Pressen passt.
Bauarten nach Rotorzahl und Schwadablage
Kreiselschwader sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, etwa als Einkreisler, Zweikreisler oder Maschinen mit mehreren Rotoren. Je nach Bauart entsteht ein Seitenschwad oder ein Mittelschwade. Relevante Unterschiede ergeben sich zudem aus Arbeitsbreite, Fahrwerk, Anbauart und der Eignung für kleinere Parzellen oder grössere Flächenleistungen.
Abgrenzung innerhalb der Erntetechnik
Im Unterschied zu Mähwerken schneiden Kreiselschwader das Futter nicht, sondern ordnen bereits gemähtes Material. Gegenüber Ladewagen übernehmen sie keine Aufnahme und keinen Transport, sondern nur die Schwadbildung. Rundballenpressen und Quaderballenwickler verarbeiten das Futter erst in einem späteren Schritt, während Mähdrescher für Druschfrüchte und nicht für die Grünfutterernte ausgelegt sind.