Wie Quaderballenwickler arbeiten
Die Maschine nimmt den gepressten Quaderballen auf, positioniert ihn auf einem Wickeltisch oder in einem Führungssystem und umwickelt ihn mit Folie. Ziel ist eine möglichst geschlossene Hülle ohne offene Kanten oder beschädigte Folienlagen. Je nach Bauart wird der Ballen dabei gedreht, seitlich geführt oder schrittweise weitertransportiert, damit auch die Stirnseiten ausreichend umschlossen werden.
Einsatz bei Silage und transportfähigen Ballen
Quaderballenwickler werden dort eingesetzt, wo Futter in rechteckiger Ballenform konserviert und gleichzeitig gut stapelbar bleiben soll. Das ist besonders relevant bei Betrieben mit hohem Ballenaufkommen, bei Lohnunternehmen oder in Abläufen mit mechanisiertem Transport und Lagerung. Die rechteckige Form vereinfacht Handling und Lagerlogistik, stellt an das Wickeln aber höhere Anforderungen als bei runden Ballen.
Bauarten und Ausfuehrungen
Erhaeltlich sind unter anderem stationaere Anlagen fuer den Hofbetrieb sowie mobile Ausfuehrungen fuer den Einsatz direkt am Feldrand. Unterschiede bestehen zudem bei Ballenaufnahme, Folienvorstreckung, Taktfolge und beim Automatisierungsgrad. Welche Ausfuehrung passt, haengt vor allem von Ballenformat, Durchsatz, Transportkonzept und der Einbindung in bestehende Press- und Ladeablaeufe ab.
Abgrenzung innerhalb der Erntetechnik
Quaderballenwickler wickeln fertige Quaderballen, pressen sie aber nicht selbst. Damit unterscheiden sie sich klar von Rundballenpressen, die Ballen formen und verdichten, sowie von Ladewagen, die loses Erntegut aufnehmen und transportieren. Gegenueber Mähwerken, Motormähern oder Kreiselschwadern liegen sie deutlich spaeter in der Prozesskette und gehoeren innerhalb der Erntetechnik zur Nachbearbeitung und Konservierung gepresster Ballen.