Was unter der Fertigung von Zahnrädern fällt
Unter Zahnrad fallen spanabhebend hergestellte oder nachbearbeitete Bauteile mit definierter Verzahnung. Im Lohnauftrag betrifft dies sowohl die eigentliche Zahnform als auch angrenzende Merkmale wie Bohrung, Nabe, Breite und Bezug zu den Funktionsflächen. Für die Bearbeitung sind unter anderem Geometrie der Verzahnung, Zähnezahl, Modul, Werkstoffzustand und die geforderte Oberflächengüte relevant.
Einsatz von Zahnrädern in Getrieben und Antriebssystemen
Zahnräder werden überall dort eingesetzt, wo Drehbewegungen übertragen, übersetzt oder synchronisiert werden. Typische Anwendungen finden sich in Industriegetrieben, Maschinenantrieben, Förderanlagen, Fahrzeugkomponenten und Sondermaschinen. Je nach Einsatzfall stehen unterschiedliche Anforderungen im Vordergrund, etwa ruhiger Lauf, belastbare Zahnflanken, passgenauer Eingriff oder eine definierte Nachbearbeitung nach dem Härten.
Bearbeitungsverfahren für Zahnradgeometrien
Für die Herstellung und Feinbearbeitung von Zahnrädern kommen mehrere Verfahren in Frage. Wälzfräsen wird häufig für die wirtschaftliche Erzeugung von Aussenverzahnungen eingesetzt. Stossen eignet sich unter anderem für Geometrien, bei denen andere Verfahren konstruktiv an Grenzen stossen. Schleifen dient der Feinbearbeitung gehärteter Zahnflanken, während Honen zur Verbesserung der Flankenoberfläche und des Laufverhaltens eingesetzt wird.
Abgrenzung zu anderen Verzahnungsleistungen
Die Leistung Zahnrad beschreibt die Bearbeitung des Bauteils allgemein und ist breiter gefasst als spezialisierte Leistungen wie Stirnradfertigung, Kegelradfertigung oder Schneckenradfertigung. Hirth-Verzahnung, Kerbverzahnung und weitere Spezialverzahnungen beziehen sich auf klar abgegrenzte Verzahnungsformen mit eigenen Anforderungen. Verzahnungsprüfungen sind davon zu unterscheiden: Sie dienen der messtechnischen Beurteilung und nicht der eigentlichen Fertigung oder Nachbearbeitung.