Was bei der Hartmetallneubestückung erneuert wird
Bei dieser Leistung wird ein bestehender Träger, Halter oder Werkzeugkörper mit neuen Hartmetallteilen ausgestattet. Je nach Bauteil betrifft das einzelne Schneiden, Platten, Segmente oder andere verschleissbeanspruchte Hartmetallelemente. Voraussetzung ist, dass der Grundkörper geometrisch und funktional noch verwendbar ist oder sich vor der Neubestückung instand setzen lässt.
Typische Einsatzfälle bei Werkzeugen und Verschleissteilen
Hartmetallneubestückung wird eingesetzt, wenn die Hartmetallbestückung verschlissen, ausgebrochen oder teilweise verloren gegangen ist, der Basiskörper jedoch erhalten bleiben soll. Das betrifft unter anderem bestückte Werkzeuge, Schneidkomponenten und Bauteile mit lokal stark beanspruchten Zonen. Die Leistung eignet sich besonders dann, wenn nicht das gesamte Teil ersetzt werden muss, sondern nur der hartmetallbestückte Bereich.
Ausprägungen der Neubestückung je nach Bauteil
Der Umfang kann von der Erneuerung einzelner Hartmetallteile bis zur vollständigen Neubestückung eines Bauteils reichen. In der Praxis unterscheiden sich die Arbeiten nach Form, Anzahl und Anordnung der Hartmetallelemente sowie nach dem Zustand der Sitzflächen und Anschlussbereiche. Häufig gehören dazu vorbereitende Arbeiten am Grundkörper und eine Nachbearbeitung, damit Passung und Funktionsgeometrie wieder stimmen.
Abgrenzung zu Hartmetallbearbeitung und Einordnung
Innerhalb der hierarchischen Leistung "Hartmetall-" bezieht sich die Hartmetallneubestückung auf das Wiederanbringen oder Ersetzen von Hartmetall an einem vorhandenen Trägerteil. Die Geschwisterleistung "Hartmetallbearbeitung" behandelt dagegen die Bearbeitung von Hartmetall selbst, etwa an bestehenden Hartmetallteilen oder Rohlingen. Neubestückung ist damit eine Füge- und Instandsetzungsleistung, nicht primär eine Bearbeitung des Hartmetalls als Einzelteil.