Was unter Gebrauchtmaschinen bei Fräsmaschinen fällt
In dieser Kategorie werden Fräsmaschinen nicht nach Bauart, sondern nach ihrem Marktstatus eingeordnet. Gemeint sind Maschinen, die bereits in Betrieb waren, aus Produktionsumstellungen stammen, aus Insolvenzen oder Werksauflösungen übernommen wurden oder als überarbeitete Bestandsmaschinen erneut angeboten werden. Je nach Fall handelt es sich um funktionstüchtige Maschinen im Ist-Zustand, teilrevidierte Anlagen oder technisch modernisierte Maschinen mit Ersatzteilen, neuer Steuerung oder angepasster Peripherie.
Typische Einsatzkontexte für gebrauchte Fräsmaschinen
Gebrauchte Fräsmaschinen werden häufig eingesetzt, wenn vorhandene Kapazitäten ergänzt, einzelne Bearbeitungsschritte ausgelagert oder bestehende Maschinenparks erweitert werden sollen. Relevant ist diese Kategorie auch bei Ersatz für ausgefallene Bestandsmaschinen, bei der Beschaffung eines bestimmten älteren Maschinentyps oder wenn vorhandene Werkzeuge, Spannmittel und Programme mit einer ähnlichen Maschine weitergenutzt werden sollen. In Werkstätten mit gemischtem Maschinenpark kommen Gebrauchtmaschinen sowohl für Serienbearbeitung als auch für Einzelteile, Prototypen oder Unterhaltsarbeiten in Frage.
Worauf bei Zustand und Ausstattung zu achten ist
Bei gebrauchten Fräsmaschinen sind technische Prüfung und Dokumentation besonders relevant. Typische Punkte sind Baujahr, Betriebsstunden, Steuerungsgeneration, Achsanzahl, Verfahrwege, Spindeldaten, Werkzeugaufnahme, Kühlschmierstoffsystem, Maschinengeometrie und der allgemeine Verschleisszustand. Ebenfalls zu prüfen sind Wartungsunterlagen, frühere Einsatzzwecke, verfügbare Ersatzteile, vorhandene Schutz- und Sicherheitseinrichtungen sowie die Schnittstellen zu bestehender Peripherie. Bei CNC-Maschinen kommt hinzu, ob Programme, Datenschnittstellen und Schulungsaufwand zur vorhandenen Fertigungsumgebung passen.
Abgrenzung zu Bauarten und Spezialfräsmaschinen
Gebrauchtmaschinen unterscheiden sich von den übrigen Kategorien unter Fräsmaschinen dadurch, dass hier nicht die konstruktive Ausführung im Vordergrund steht. Eine gebrauchte Maschine kann beispielsweise eine Bettfräsmaschine, Portalfräsmaschine oder Universal-Werkzeugfräsmaschine sein. Die Geschwisterleistungen beschreiben also Maschinentypen, während Gebrauchtmaschinen den Zustand beziehungsweise die Beschaffungsform beschreibt. Davon abzugrenzen sind auch Fräsmaschinen mit Automation oder Sondermaschinen, bei denen Automatisierungsgrad oder spezielle Auslegung die Hauptkriterien sind und nicht der Umstand, dass die Maschine bereits genutzt wurde.