Funktionsprinzip beim CNC-Brennschneiden
Beim Brennschneiden wird der Werkstoff lokal erwärmt und mit einem Sauerstoffstrahl getrennt. Die CNC-Steuerung führt den Brenner entlang definierter Konturen, Ausschnitte und Bohrbilder, die aus Zeichnungs- oder NC-Daten abgeleitet werden. Dadurch lassen sich wiederkehrende Teile, komplexe Geometrien und zugeschnittene Blechzuschnitte mit reproduzierbaren Fahrwegen herstellen.
Einsatz bei Stahlblechen und schweren Zuschnitten
CNC Brennschneidmaschinen werden dort eingesetzt, wo Stahltafeln wirtschaftlich in Einzelteile oder Serienkonturen zerlegt werden müssen. Typische Anwendungsfelder liegen im Stahlbau, Anlagenbau, Behälterbau und in der allgemeinen Grobblechbearbeitung. Das Verfahren ist besonders relevant, wenn Materialdicken bearbeitet werden, bei denen andere Schneidverfahren je nach Anforderung anders bewertet werden.
Maschinenkonzepte und Ausstattungsmerkmale
Je nach Fertigungsaufgabe kommen unterschiedliche Maschinenbauarten zum Einsatz, etwa Portalanlagen, Auslegerbauformen oder integrierte Schneidtische. Die Ausstattung kann mehrere Brenner, automatische Zündung, Höhenführung, Absaugung oder Software für Verschachtelung und Auftragsverwaltung umfassen. Auch Fasen- oder Schrägschnitte sind möglich, sofern Maschine und Brennerführung dafür ausgelegt sind.
Abgrenzung zu Plasma-, Laser- und Schweissanlagen
Innerhalb der Kategorie Brennschneidmaschinen, Schneidmaschinen und Schweissmaschinen gehören CNC Brennschneidmaschinen zu den thermischen Trennverfahren und nicht zu den Fügeverfahren. Sie unterscheiden sich von Plasmaschneidmaschinen durch das eigentliche Schneidprinzip und vom Laserschneiden durch Strahlquelle, Materialeignung und typische Einsatzprofile. Gegenüber Wasserstrahl-Schneidmaschinen arbeitet das Verfahren thermisch, nicht abrasiv oder kalt. Von Schweissmaschinen, Schweissrobotern und Schweissvorrichtungen grenzt es sich klar ab, da Material getrennt statt verbunden wird.