Was unter Oberflächenbearbeitung in diesem Maschinenbereich fällt
In dieser Maschinenkategorie geht es um die gezielte Behandlung vorhandener Metalloberflächen. Verändert werden zum Beispiel Sauberkeit, Rauheit, Oxidschichten, Temperaturzustand oder die Benetzbarkeit der Oberfläche. Dafür kommen Anlagen mit Strahlmitteln, Wärmequellen oder gebündelter Energie zum Einsatz. Im Unterschied zu formgebenden oder spanenden Verfahren steht nicht die Herstellung der Bauteilgeometrie im Vordergrund, sondern der Zustand der Randzone.
Typische Einsatzfälle in der Metallverarbeitung
Oberflächenbearbeitung wird häufig zwischen zwei Fertigungsschritten eingesetzt. Typische Anwendungen sind das Entfernen von Zunder, Rost oder Prozessrückständen, das Erzeugen einer definierten Rauheit vor dem Beschichten oder Kleben sowie das Trocknen und Erwärmen von Werkstücken. Auch nach Umform-, Guss- oder Fügeschritten werden entsprechende Anlagen genutzt, wenn die Oberfläche für den weiteren Prozess vorbereitet werden muss. Der konkrete Einsatz hängt von Werkstoff, Bauteilgeometrie und Prozesskette ab.
Verfahrensarten mit Infrarot, Laser, Sandstrahlen und Wärmeöfen
Durch Infrarotstrahler werden Bauteile schnell und flächig erwärmt, etwa zum Trocknen oder zur thermischen Vorbereitung. Laserbasierte Verfahren eignen sich für lokal begrenzte, präzise Eingriffe an der Oberfläche, beispielsweise zum Reinigen oder Strukturieren. Beim Sandstrahlen werden Verunreinigungen, Oxidschichten oder Rückstände mechanisch entfernt; gleichzeitig lässt sich die Oberflächenrauheit beeinflussen. Wärmeöfen werden eingesetzt, wenn Werkstücke gleichmässig über eine definierte Zeit erwärmt, getrocknet oder thermisch vorbehandelt werden sollen.
Abgrenzung zu Beschichtungs-, Markier- und Formgebungsverfahren
Innerhalb der Kategorie Sonstige Bearbeitungsverfahren behandelt die Oberflächenbearbeitung bereits vorhandene Werkstücke nachgelagert oder prozessbegleitend. Sie unterscheidet sich von Hartstoffbeschichtungs-Anlagen und thermischen Beschichtungsanlagen, bei denen eine zusätzliche Schicht aufgebracht wird. Gegenüber Laser-Beschriftungsmaschinen geht es nicht primär um Kennzeichnung, sondern um die funktionale oder prozesstechnische Veränderung der Oberfläche. Von Additive Manufacturing, Druckgussmaschinen oder Drückmaschinen grenzt sich der Bereich dadurch ab, dass keine neue Bauteilgeometrie erzeugt wird.