Wie Spänebrecher Metallspäne aufbereiten
Ein Spänebrecher erfasst lose oder gebündelte Späne und reduziert deren Länge beziehungsweise Verhakung. Dadurch lassen sich Späne gleichmässiger fördern, sammeln oder in nachgelagerte Aggregate übergeben. Die Zerkleinerung dient nicht der Werkstückbearbeitung, sondern der Behandlung des anfallenden Restmaterials aus der Fertigung.
Einsatz bei verwickelten und voluminösen Spänen
Typisch ist der Einsatz dort, wo in der Metallbearbeitung grosse Mengen an langen oder zusammenhängenden Spänen entstehen. Solche Späne können Behälter schlecht auslasten, Fördertechnik blockieren oder die manuelle Handhabung erschweren. Spänebrecher werden deshalb in Materialflüsse eingebunden, in denen Späne gesammelt, transportiert, getrennt oder dem Recycling zugeführt werden.
Auslegung nach Späneart und Einbindung in den Prozess
Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Werkstoff, Späneform, Durchsatz und gewünschter Korngrösse nach der Zerkleinerung. Relevant ist auch, ob der Spänebrecher als Einzelmaschine arbeitet oder in eine Linie mit Fördertechnik, Sammelbehältern oder weiterer Späneaufbereitung eingebunden ist. Je nach Anwendung steht entweder die Volumenreduktion, die bessere Förderfähigkeit oder die Vorbereitung für nachfolgende Prozessschritte im Vordergrund.
Abgrenzung zu anderen Maschinen in der Metallbranche
Spänebrecher unterscheiden sich von Maschinen wie Druckgussmaschinen, Ziehmaschinen oder Richtmaschinen dadurch, dass sie kein Halbzeug oder Werkstück formen oder korrigieren. Im Unterschied zu Kühlmittel-Reinigungsanlagen steht nicht die Reinigung von Prozessmedien im Zentrum, sondern die mechanische Zerkleinerung der Späne selbst. Innerhalb der Hierarchie unter Sonstige Bearbeitungsverfahren ist die Leistung damit als nachgelagerte Behandlung von Produktionsrückständen einzuordnen.