Filtration im Hydraulikkreislauf
Hydraulikfilter halten feste Schmutzpartikel aus der Druckflüssigkeit zurück und begrenzen damit den Eintrag von abrasiven Stoffen in empfindliche Bauteile. Die Filtration kann direkt im Hauptstrom oder ergänzend in einem Teilstrom erfolgen. Entscheidend ist der Einbauort, weil sich daraus ergibt, ob vor allem die Ansaugseite, die Druckseite oder das zurückfliessende Medium überwacht und gereinigt wird.
Typische Einsatzfelder in Maschinen und Anlagen
Hydraulikfilter werden in stationären Industrieanlagen ebenso eingesetzt wie in mobilen Maschinen. Typische Anwendungen finden sich in Pressen, Werkzeugmaschinen, Fördertechnik, Land- und Baumaschinen sowie in hydraulischen Aggregaten. Überall dort, wo präzise Ventilsteuerung, gleichmässige Bewegungen und lange Standzeiten gefordert sind, ist die Sauberkeit der Druckflüssigkeit technisch relevant.
Bauarten, Einbaupositionen und Filterelemente
Zu den gängigen Ausführungen zählen Saugfilter, Druckfilter, Rücklauffilter, Belüftungsfilter und Nebenstromfilter. Sie unterscheiden sich nach Einbauposition, Belastung im System und Aufgabe innerhalb des Kreislaufs. Neben dem Filtergehäuse und dem austauschbaren oder reinigbaren Filterelement können auch Verschmutzungsanzeigen oder Bypass-Lösungen Teil der Ausführung sein.
Abgrenzung zu anderen Hydraulikleistungen
Innerhalb der Hydraulik beziehen sich Hydraulikfilter auf die Reinhaltung des Mediums und nicht auf die Erzeugung oder Umwandlung von Leistung. Hydraulikpumpen und Hydraulikmotoren fördern beziehungsweise wandeln Energie, Hydraulikdruckspeicher speichern Druckenergie, und Hydrauliksensoren erfassen Betriebszustände. Gegenüber der allgemeineren Gruppe Hydraulikkomponenten bezeichnet Hydraulikfilter damit eine klar abgegrenzte Produktgruppe mit Reinigungs- und Schutzfunktion.