Funktion und konstruktive Aufgaben von Hydraulikpumpengehäusen
Ein Hydraulikpumpengehäuse umschliesst die für die Pumpe relevanten Bauteile und trennt Ansaug-, Förder- und gegebenenfalls Leckageräume voneinander. Es stellt die Anschlussstellen für Leitungen bereit, trägt Dicht- und Befestigungsflächen und sorgt für die geometrische Lage der innenliegenden Komponenten. Je nach Pumpenprinzip kann das Gehäuse zusätzliche Anforderungen an Druckfestigkeit, Formstabilität, Wärmeabfuhr und Bearbeitungsgenauigkeit erfüllen.
Einsatz in mobilen und stationären Hydrauliksystemen
Hydraulikpumpengehäuse werden in Maschinen eingesetzt, in denen Flüssigkeiten unter Druck gefördert und gesteuert werden. Typische Anwendungsfelder sind Industrieanlagen, Werkzeugmaschinen, Pressen, Fördertechnik sowie mobile Maschinen im Bau-, Land- oder Kommunalbereich. Relevant sind sie sowohl im Serienmaschinenbau als auch in der Instandhaltung, wenn beschädigte oder verschlissene Gehäuse ersetzt werden müssen.
Ausführungen nach Pumpenbauart, Werkstoff und Anschlussbild
Die Ausführung eines Hydraulikpumpengehäuses richtet sich nach der vorgesehenen Pumpenbauart, etwa Zahnrad-, Flügelzellen- oder Kolbenpumpen. Unterschiede bestehen unter anderem bei Geometrie, Kanalführung, Flanschbild, Gewinden, Dichtkonzept und Bearbeitungszustand. Auch der Werkstoff wird nach Einsatzbedingungen gewählt, beispielsweise im Hinblick auf Druckniveau, Gewicht, Korrosionsumgebung oder mechanische Beanspruchung.
Abgrenzung zu Hydraulikpumpen und anderen Hydraulikkomponenten
Hydraulikpumpengehäuse sind keine vollständigen Hydraulikpumpen, sondern ein einzelnes Funktions- und Strukturbauteil innerhalb der Pumpe. Im Unterschied zu Hydraulikmotoren erzeugen sie keine mechanische Abtriebsbewegung, sondern dienen der Aufnahme und Führung der Pumpenelemente. Gegenüber Hydraulikfiltern, Druckspeichern oder Sensoren haben sie keine eigenständige Aufbereitungs-, Speicher- oder Messfunktion, sondern gehören zur baulichen und fluidführenden Struktur der Pumpe.