Welche Funktion Kompensatoren in Anlagen übernehmen
Ein Kompensator verbindet zwei Bauteile beweglich miteinander, ohne dass die Verbindung ihre technische Aufgabe verliert. Je nach Ausführung gleicht er axiale, laterale oder winklige Bewegungen aus, reduziert die Übertragung von Vibrationen und kann Fertigungstoleranzen oder Setzungen aufnehmen. In Rohr- und Kanalsystemen hilft er zudem, Spannungen aus Temperaturwechseln oder aus dem Betrieb von Aggregaten von den Anschlussstellen fernzuhalten.
Typische Einsatzbereiche im Maschinen- und Metallbau
Kompensatoren finden sich in Rohrleitungen, Luft- und Abgaskanälen, an Pumpen, Ventilatoren, Verdichtern sowie in verfahrenstechnischen Anlagen. Sie werden eingesetzt, wenn Medien geführt werden und gleichzeitig Bewegungen, Pulsationen oder Schwingungen auftreten. Auch bei Maschinen mit voneinander entkoppelten Baugruppen oder bei Anschlüssen zwischen festem und beweglichem Anlagenteil sind sie eine technische Lösung für den Spannungsausgleich.
Ausführungen nach Bewegung, Medium und Einbausituation
Unterschieden wird unter anderem nach Bewegungsart, Bauform und Werkstoff. Es gibt Kompensatoren für überwiegend axiale Bewegung sowie Varianten für seitlichen oder winkligen Ausgleich. Je nach Anwendung kommen metallische Ausführungen, Elastomer- oder Gewebekompensatoren sowie unterschiedliche Anschlussarten zum Einsatz, etwa mit Flanschen, Schweissenden oder speziellen Einbaurahmen. Die Wahl richtet sich nach Medium, Temperatur, Druck, Bewegungsweg und dem verfügbaren Bauraum.
Abgrenzung zu anderen Bauteilen in dieser Hierarchie
Innerhalb dieser Hierarchie sind Kompensatoren als funktionale Maschinenelemente eingeordnet. Sie unterscheiden sich von Reglern, Regelsystemen oder Trafos, weil sie keine elektrische oder steuerungstechnische Aufgabe übernehmen. Von Griffen oder Türsystemen grenzen sie sich ab, weil sie nicht der Bedienung dienen, sondern mechanische oder thermische Belastungen zwischen Anlagenteilen aufnehmen. Gegenüber Apparaten sind sie keine eigenständigen Geräte, sondern integrierte Verbindungselemente innerhalb eines Systems.