Funktion von Düsen in technischen Systemen
Eine Düse formt den Austritt eines Mediums an einem definierten Punkt im System. Über Querschnitt, Innengeometrie und Austrittsöffnung beeinflusst sie Strahlform, Austrittsgeschwindigkeit, Verteilung und je nach Ausführung auch die Zerstäubung. In Maschinen werden Düsen meist als austauschbare Bauteile eingesetzt, wenn ein Medium gezielt auf ein Werkstück, in einen Prozessraum oder auf eine Oberfläche geführt werden muss.
Einsatzbereiche in Maschinenbau und Fertigung
Typische Anwendungen sind Sprüh-, Spül-, Kühl-, Schmier-, Befeuchtungs- und Abblasprozesse. Düsen kommen auch bei der Oberflächenbehandlung, in Waschsystemen, bei Beschichtungen oder in Dosieranwendungen vor. Welche Ausführung geeignet ist, hängt vom Medium, der gewünschten Verteilung, dem Betriebsdruck und den Umgebungsbedingungen der Anlage ab.
Ausführungen nach Sprühbild, Medium und Werkstoff
Düsen werden unter anderem nach Sprühbild und Funktionsprinzip unterschieden, etwa als Flachstrahl-, Vollkegel- oder Hohlkegeldüsen sowie als Ausführungen für Luft oder Mehrstoffanwendungen. Je nach Einsatzumgebung werden verschiedene Werkstoffe verwendet, zum Beispiel Metall, Kunststoff oder verschleissbeständige Materialien. Auch Anschlussart, Baugrösse und Reinigbarkeit sind praxisrelevante Merkmale, besonders wenn Düsen regelmässig gewechselt oder gewartet werden.
Abgrenzung zu Ventilen, Armaturen und Dichtungen
Düsen formen den Austritt eines Mediums, sie übernehmen jedoch in der Regel keine eigentliche Absperr- oder Steuerfunktion des Gesamtsystems. Diese Aufgaben liegen bei Ventilen und Armaturen. Von Dichtungen und Dichtköpfen unterscheiden sich Düsen dadurch, dass sie nicht primär abdichten, sondern den Stoffaustritt gezielt beeinflussen. Innerhalb der Kategorie Bauteile und Elemente stehen Düsen damit für medienführende Funktionsteile, nicht für Abschluss-, Schutz- oder Dämpfungskomponenten wie Schalldämpfer oder Vibrationsdämpfer.