Funktion von Dichtungen in Maschinenbauteilen
Dichtungen schliessen Spalte zwischen zwei Bauteilen oder zwischen bewegten und festen Komponenten. Dabei müssen sie an die Geometrie der Dichtstelle, das Medium, den Druck, die Bewegung und die Umgebungsbedingungen angepasst sein. Je nach Anwendung dichten sie statisch, also zwischen unbewegten Teilen, oder dynamisch bei relativer Bewegung ab.
Typische Einbauorte und Anwendungen
Eingesetzt werden Dichtungen unter anderem in Zylindern, Pumpen, Getrieben, Lagereinheiten, Gehäusen und Leitungsverbindungen. In linearen Bewegungen geht es häufig um die Abdichtung von Kolben oder Stangen, in rotierenden Anwendungen um Wellen und Lagerbereiche. Neben der Medienabdichtung übernehmen Dichtungen oft auch eine Schutzfunktion gegenüber Abrieb, Schmutzeintrag und Spritzwasser.
Ausprägungen von Dichtungen und zugehörige Teilbereiche
Zu den relevanten Ausprägungen gehören Dichtungen für translatorische und rotierende Bewegungen sowie Elemente für reine Schutzaufgaben. Abstreifer entfernen an bewegten Stangen oder Führungen anhaftende Partikel und reduzieren so den Eintrag in das System. Kolbendichtungen sind für lineare Dichtaufgaben in Zylindern ausgelegt, während Radialwellendichtungen rotierende Wellen gegenüber dem Gehäuse abdichten.
Abgrenzung zu Armaturen, Dämpfungselementen und Dichtköpfen
Dichtungen sind funktionale Einzelelemente zur Abdichtung von Verbindungen und Bewegungsstellen. Sie unterscheiden sich von Armaturen und Ventilen, die Medienströme regeln, absperren oder verteilen. Gegenüber Dämpfungselementen, Schwingungsdämpfern und Stossdämpfern steht nicht die Kraft- oder Vibrationsaufnahme im Vordergrund, sondern die Trennung von Medien und Umgebungen. Dichtköpfe sind in der Regel konstruktiv umfassendere Baugruppen, in denen Dichtungen integriert sein können.