Aufbau und Funktionsprinzip von Bimetallrohren
Bei Bimetallrohren besteht der Rohrquerschnitt aus zwei metallischen Werkstoffen, die dauerhaft miteinander verbunden sind. Je nach Ausführung übernimmt ein Werkstoff vor allem die tragende, druckaufnehmende oder formgebende Funktion, während der zweite Werkstoff für Korrosionsbeständigkeit, Verschleissverhalten oder andere mediennahe Eigenschaften ausgelegt ist. Entscheidend ist nicht nur die Werkstoffpaarung, sondern auch die Lage der funktionalen Schicht im Rohr.
Typische Einsatzbereiche im Maschinen- und Anlagenumfeld
Bimetallrohre werden in technischen Systemen eingesetzt, in denen Medienförderung, Temperaturbeanspruchung oder chemische Belastung eine abgestimmte Werkstoffkombination verlangen. Das betrifft unter anderem Maschinen, verfahrenstechnische Anlagen, Rohrleitungsabschnitte und Bauteile mit dauerhaftem Medienkontakt. Relevant sind sie besonders dann, wenn Festigkeit, Dichtheit und Beständigkeit gegenüber dem geführten Medium gemeinsam berücksichtigt werden müssen.
Ausführungen nach Werkstoffkombination und Schichtlage
Ausführungen unterscheiden sich nach den verwendeten Metallen, der Wandkonstruktion und der Position der funktionalen Lage. Häufig steht eine korrosions- oder verschleissbeständige Innenlage einem tragenden Aussenrohr gegenüber; je nach Anwendung sind auch andere Verbundaufbauten sinnvoll. Für die Auswahl sind neben dem Medium auch Temperaturbereich, Druckverhältnisse, Bearbeitbarkeit, Verbindungstechnik und die Anforderungen an den Rohranschluss relevant.
Abgrenzung zu Stahlrohren, Schläuchen und anderen Rohrbauteilen
Innerhalb der Kategorie Rohre | Röhren, Leitungen und Schläuche sind Bimetallrohre eine spezifische Verbundlösung aus zwei Metallen. Sie unterscheiden sich von Stahlrohren und Formstahlrohren durch den gezielten Materialverbund statt eines einstofflichen Rohrmaterials. Gegenüber Schläuchen, PTFE-Schläuchen sowie Energieführungsschläuchen sind sie als starre metallische Rohrbauteile einzuordnen. Rohrbogen sind dagegen Formstücke für Richtungsänderungen und keine eigenständige Rohrgattung.