Geometrie und konstruktive Eigenschaften von Formstahlrohren
Im Unterschied zum klassischen Rundrohr besitzen Formstahlrohre einen geformten Querschnitt mit geraden Flächen und Kantenradien. Diese Geometrie erleichtert das Einpassen in Rahmen, Gestelle, Verkleidungen und tragende Bauteile. Die Hohlform reduziert das Gewicht gegenüber massiven Profilen, während zugleich stabile und gut weiterverarbeitbare Querschnitte zur Verfügung stehen.
Typische Anwendungen im Maschinen- und Metallbau
Formstahlrohre werden im Maschinenbau für Grundrahmen, Untergestelle, Schutzkonstruktionen, Tragsysteme und Einhausungen verwendet. Auch im allgemeinen Metallbau kommen sie bei Gestellen, Stützen, Auslegern, Plattformen oder Verbindungskonstruktionen zum Einsatz. Relevant sind sie überall dort, wo Bauteile verschweisst, verschraubt oder mit Blechen und Platten kombiniert werden.
Querschnittsformen, Abmessungen und Bearbeitung
Erhältlich sind Formstahlrohre in unterschiedlichen Profilformen, Abmessungen und Wandstärken. Je nach Anwendung spielen Aussenmasse, Innenquerschnitt, Toleranzen und Oberflächen eine Rolle. In der Weiterverarbeitung werden Formstahlrohre zugeschnitten, gebohrt, gelasert, geklinkt, verschweisst oder mit Anschlusselementen versehen, damit sie als vorbearbeitetes Konstruktionselement in Baugruppen eingehen.
Abgrenzung zu Stahlrohren, Rohrbogen und Schläuchen
Formstahlrohre sind eine Teilmenge der Stahlrohre, unterscheiden sich aber durch ihren nicht runden Querschnitt und ihre Ausrichtung auf tragende oder rahmenbildende Funktionen. Gegenüber Leitungen und Rohren für Medienführung stehen bei ihnen Geometrie, Verbindbarkeit und Konstruktionsaufgaben im Vordergrund. Von Rohrbogen, Schläuchen, Energieführungsschläuchen oder Energieführungsketten grenzen sie sich klar ab, da diese andere Bewegungs-, Führungs- oder Strömungsaufgaben erfüllen.