Wie Kraftmessgeber Kräfte erfassen
Ein Kraftmessgeber nimmt eine einwirkende mechanische Kraft auf und wandelt sie in ein messbares Signal um. Je nach Bauart ist er für Druck, Zug oder kombinierte Belastungen ausgelegt. Die Messung dient dazu, Lasten, Klemmkräfte, Presskräfte oder Reaktionskräfte reproduzierbar zu erfassen und in übergeordnete Steuerungs-, Regel- oder Dokumentationssysteme einzubinden.
Typische Anwendungen in Maschinenbau und Fertigung
Kraftmessgeber kommen dort zum Einsatz, wo Kräfte überwacht, begrenzt oder protokolliert werden müssen. Dazu gehören Prüfmaschinen, Montage- und Pressvorrichtungen, Spannsysteme, Handhabungseinheiten sowie automatisierte Fertigungsprozesse. In der Maschinenüberwachung können sie helfen, Überlastzustände, Prozessabweichungen oder ungleichmässige Belastungen früh zu erkennen.
Bauformen, Einbauarten und Messaufgaben
Die Ausführung richtet sich nach Messbereich, Einbausituation und Art der Belastung. Verbreitet sind kompakte Kraftaufnehmer für den direkten Einbau, Zug- und Druckkraftsensoren sowie Bauformen für statische oder dynamische Messaufgaben. Bei der Auswahl sind unter anderem mechanische Einleitung der Kraft, vorhandener Bauraum, gewünschte Signalverarbeitung und die Umgebungsbedingungen der Anlage relevant.
Abgrenzung zu anderen Messsystemen und Tastern
Kraftmessgeber unterscheiden sich von Längenmesssystemen, die Weg oder Position erfassen, und von Rotativ-Messgebern, die Drehbewegungen oder Winkel beziehen. Messtaster und Messtaster für Bearbeitungszentren dienen meist der punktuellen Erkennung oder Antastung, nicht der kontinuierlichen Kraftmessung. Gegenüber dem breiteren Begriff Messwertaufnehmer bezeichnet Kraftmessgeber die spezialisierte Ausführung für die Erfassung mechanischer Kräfte.