Funktion von Messtastern im Bearbeitungszentrum
Ein Messtaster tastet definierte Punkte am Werkstück an und übergibt die erfassten Positionen an die Maschinensteuerung. Daraus lassen sich Werkstücknullpunkte, Lageabweichungen oder einfache Masskontrollen ableiten. Die Messung erfolgt im Arbeitsraum der Maschine, wodurch Bezüge direkt unter den tatsächlichen Bearbeitungsbedingungen erfasst werden. Das ist vor allem dann relevant, wenn Bauteile nach dem Spannen ausgerichtet oder Fertigungsschritte kontrolliert werden sollen.
Typische Anwendungen in CNC-Prozessen
Messtaster werden beim Einrichten, nach dem Spannen und zwischen Bearbeitungsschritten eingesetzt. Häufige Aufgaben sind das Antasten von Referenzflächen, das Ermitteln von Bohrungsmittelpunkten, das Prüfen von Taschenlagen oder das Korrigieren von Werkstückversätzen. In automatisierten Abläufen dienen sie auch dazu, Fertigungstoleranzen innerhalb eines laufenden Prozesses zu überwachen. Besonders bei wechselnden Werkstücken, kleinen Losgrössen oder komplexen Aufspannungen lassen sich manuelle Messschritte reduzieren.
Ausführungen und Auswahlkriterien
Für Bearbeitungszentren gibt es Messtaster in unterschiedlichen Bauformen und mit verschiedenen Signalübertragungen, etwa kabelgebunden oder kontaktlos. Die Auswahl hängt unter anderem von Maschinenbauart, Arbeitsraum, Werkzeugwechsler, Kühlmittelumgebung und gewünschter Messaufgabe ab. Ebenfalls relevant sind Taststiftgeometrie, Antastrichtung und die Einbindung in Messzyklen der Steuerung. Bei der Auslegung wird unterschieden, ob vor allem Werkstückbezüge erfasst oder zusätzlich wiederkehrende Kontrollen im Prozess vorgesehen sind.
Abgrenzung zu anderen Messsystemen und Tastern
Innerhalb der Kategorie Messsysteme und Taster sind Messtaster für Bearbeitungszentren auf das taktile Messen im Maschinenraum ausgelegt. Sie unterscheiden sich von Längenmesssystemen und Rotativ-Messgebern, die kontinuierlich Achs- oder Drehbewegungen erfassen. Gegenüber allgemeinen Messfühlern oder Messwertaufnehmern sind sie speziell für die Integration in Werkzeugmaschinen und CNC-Messzyklen konzipiert. Von Sensoren für Werkzeugmaschinen, elektronische, grenzt sich die Leistung dadurch ab, dass hier die Werkstückmessung durch Antasten im Vordergrund steht und nicht die allgemeine Zustandserfassung oder Maschinenüberwachung.