Funktionsprinzip der Prägung
Bei Nummerier-Präge-Apparaten wird die Kennzeichnung nicht auf die Oberfläche aufgebracht, sondern durch Druck in das Material eingeprägt. Das Ergebnis ist eine mechanische, fühlbare Markierung, die auch bei Abrieb, Schmutz oder Lösungsmitteln erhalten bleibt. Je nach Ausführung lassen sich feste Zeichenfolgen einstellen oder fortlaufende Nummern automatisch weiterschalten.
Einsatz bei Serien-, Inventar- und Teilekennzeichnung
Verwendet werden Nummerier-Präge-Apparate unter anderem für Typenschilder, Prüfmittel, Werkzeuge, Ersatzteile oder interne Betriebsmittel. In der Metallverarbeitung kommen sie dort zum Einsatz, wo eine eindeutige Zuordnung über längere Zeit lesbar bleiben muss. Auch für kleine Losgrössen oder wiederkehrende Einzelkennzeichnungen sind sie geeignet, wenn keine komplexe Markieranlage erforderlich ist.
Geräteausführungen und relevante Merkmale
Unterschieden wird unter anderem zwischen Apparaten für feste Nummernfolgen und Geräten mit fortlaufender Nummerierung. Je nach Anwendung sind handbetätigte, stationäre oder in Arbeitsabläufe integrierte Ausführungen sinnvoll. Für die Auswahl zählen vor allem Zeichenhöhe, Anzahl der Stellen, Materialhärte, Werkstückform und die Frage, ob direkt ins Bauteil oder in ein separates Schild geprägt wird.
Abgrenzung zu Beschriftungsgeräten und Markiergeräten
Innerhalb der Leistung Beschriftung und Markierung sind Nummerier-Präge-Apparate auf eingeprägte, meist numerische oder alphanumerische Kennzeichnungen ausgelegt. Beschriftungsgeräte arbeiten typischerweise mit aufgebrachter Schrift, etwa durch Druck oder Etikettierung. Markiergeräte umfassen breitere Verfahren wie Farbmarkierung, Nadelmarkierung oder andere Oberflächenkennzeichnungen, während die Prägung gezielt eine dauerhafte Materialverformung erzeugt.