Funktion und Aufbau von Koordinatentischen
Ein Koordinatentisch ist eine mechanische oder elektromechanische Verstelleinheit für genaue lineare Bewegungen. Die Achsen sind rechtwinklig zueinander angeordnet, damit sich Positionen innerhalb eines definierten Arbeitsbereichs gezielt anfahren oder einstellen lassen. Je nach Ausführung erfolgt die Verstellung manuell, über Spindeln und Handräder, oder motorisch über Antriebe und Steuerungen. Für die Auslegung sind unter anderem Verfahrweg, Traglast, Führungsprinzip, Wiederholgenauigkeit und die Einbindung in bestehende Apparate oder Maschinen relevant.
Typische Einsatzbereiche in Werkstatt, Apparatebau und Messtechnik
Koordinatentische werden eingesetzt, wenn Bauteile oder Werkzeuge relativ zu einer festen Referenz verschoben werden müssen. Typische Anwendungen sind Montage- und Justageplätze, Prüf- und Messaufbauten, Bearbeitungsstationen sowie Labor- und Entwicklungsumgebungen. Im Metallbereich kommen sie beispielsweise dort vor, wo kleine bis mittlere Werkstücke lagegenau ausgerichtet, bearbeitet oder kontrolliert werden. Auch bei der Integration von Sensorik, Spannmitteln oder Bearbeitungsköpfen sind sie als verstellbare Basis gebräuchlich.
Ausführungen nach Achszahl, Antrieb und Führungsprinzip
Koordinatentische unterscheiden sich vor allem nach der Zahl der Achsen, der Art der Verstellung und der konstruktiven Führung. Verbreitet sind zweiachsige Systeme für Ebenenbewegungen sowie mehrstufige Aufbauten mit zusätzlicher Höhenverstellung. Bei den Antrieben reicht das Spektrum von einfachen manuellen Einstellmöglichkeiten bis zu motorisierten Lösungen für automatisierte Abläufe. Je nach Anforderung können kompakte Tische für feine Positionierungen oder robustere Ausführungen für höhere Lasten und längere Verfahrwege sinnvoll sein.
Abgrenzung zu Kreuzrolltischen, Messtischen, Rundtischen und Sinustischen
Innerhalb der übergeordneten Kategorie Tische bezeichnet der Koordinatentisch primär die Funktion der mehrachsigen linearen Positionierung. Kreuzrolltische sind davon abzugrenzen, weil der Begriff in der Regel auf eine bestimmte Lager- oder Führungsbauart verweist. Messtische sind stärker auf Prüf- und Messaufgaben ausgelegt, während Rundtische eine Drehbewegung um eine Achse bereitstellen. Sinustische dienen der definierten Winkeleinstellung, nicht der kartesischen Verstellung. Rolltische sind eher auf das Verschieben oder Bereitstellen von Lasten ausgelegt und nicht auf präzise Koordinatenverstellung.