Rücknahme und Verwertung von Altwerkzeugen
Bei dieser Leistung werden gebrauchte, beschädigte oder verschlissene Werkzeuge gesammelt, erfasst und für die weitere Verwertung aufbereitet. Je nach Werkzeugart erfolgt eine Sortierung nach Werkstoff, Bauform oder Verunreinigung. Ziel ist nicht die erneute Nutzung des kompletten Werkzeugs, sondern die Rückgewinnung des enthaltenen Materials für die weitere industrielle Verarbeitung.
Typische Werkzeuge und Werkstoffe im Recyclingprozess
Zum Werkzeug-Recycling gelangen in Metallbetrieben unter anderem Bohrer, Fraeser, Reibahlen, Wendeschneidplatten oder andere Zerspanungswerkzeuge. Relevante Werkstoffe sind je nach Anwendung beispielsweise Hartmetall, Schnellarbeitsstahl oder Werkzeugstahl. Welche Werkzeugtypen angenommen werden, haengt von Material, Beschichtung, Verbundaufbau und dem jeweiligen Verwertungsprozess ab.
Sammlung, Sortierung und betriebliche Anforderungen
Damit Werkzeug-Recycling technisch und wirtschaftlich sinnvoll bleibt, muessen Altwerkzeuge im Betrieb moeglichst sortenrein erfasst werden. Wichtig sind die Trennung unterschiedlicher Werkstoffe, die Vermeidung von Fremdstoffen sowie eine nachvollziehbare Zuordnung von Mengen und Fraktionen. In der Praxis werden dafuer getrennte Behaelter, interne Sammelstellen oder geregelte Ruecknahmeprozesse eingesetzt.
Abgrenzung zu Werkzeugsystemen und Werkzeugaufnahmen
Werkzeug-Recycling ist innerhalb der Hierarchie von Normalien, Werkzeugsystemen und Werkzeugsortimenten eine nachgelagerte Leistung. Im Unterschied zu Werkzeugsystemen, Werkzeugaufnahmen oder Sonderwerkzeugen geht es nicht um Auslegung, Beschaffung oder Einsatz eines Werkzeugs, sondern um dessen Verwertung nach dem Nutzungsende. Auch von angetriebenen Werkzeugsystemen oder Handwerkzeugen grenzt sich die Leistung dadurch ab, dass der Materialkreislauf und nicht die Funktion des Werkzeugs im Betrieb im Vordergrund steht.