Bestandteile einer Liftanlage
Zu einer Liftanlage gehören in der Regel Schacht, Kabine, Türen, Antrieb, Steuerung und sicherheitsrelevante Komponenten. Je nach System kommen zusätzlich Anzeigeelemente, Türüberwachung, Notrufeinrichtungen und Schnittstellen zur Gebäudetechnik hinzu. Bei bestehenden Anlagen kann die Leistung auch die Modernisierung einzelner Komponenten umfassen, etwa von Steuerung, Türsystem oder Notruftechnik.
Liftanlagen nach Gebäudenutzung
In Wohnbauten stehen barrierearme Erschliessung, Platzverhältnisse und ein wirtschaftlicher Betrieb im Vordergrund. In Büro- und Verwaltungsgebäuden sind Förderleistung, Wartezeiten und die Anbindung an Zugangssysteme oft relevanter. In Spitälern, Pflegeeinrichtungen, Industrie- und Logistikbauten kommen zusätzlich Anforderungen an Bettentransport, Warenförderung, robuste Ausführung oder grössere Lasten hinzu.
Ausführungen und technische Varianten
Liftanlagen werden als Personenlifte, Warenlifte oder anwendungsspezifische Aufzüge ausgeführt. Technisch unterscheiden sie sich unter anderem nach Antriebsart, Steuerungskonzept, Türsystem und Kabinengrösse. Bei Neu- und Ersatzanlagen wird zudem zwischen kompakten Lösungen für begrenzte Platzverhältnisse und Anlagen mit höherer Förderleistung für stark frequentierte Gebäude unterschieden.
Abgrenzung zu anderen Sicherheitssystemen
Liftanlagen sind von Alarmanlagen, Videoüberwachung und Zugangskontrollsystemen zu unterscheiden, auch wenn Schnittstellen bestehen können. Eine Liftanlage dient primär dem Transport innerhalb des Gebäudes; Alarm- und Brandmeldesysteme erkennen dagegen Ereignisse und leiten Meldungen weiter. Zugangskontrollsysteme können einzelne Etagen freigeben, ersetzen aber keine Liftsteuerung. Der Lift-Notruf ist ebenfalls von einem Personennotruf zu trennen, da er fest mit der Kabine und dem Betrieb der Anlage verbunden ist.