Konstruktiver Aufbau von Balkonen
Ein Balkon besteht in der Regel aus einer tragenden Konstruktion, einem begehbaren Aufbau, einem Geländer sowie den Anschlüssen an Fassade und Gebäude. Technisch relevant sind insbesondere Wasserführung, Oberflächenschutz, Übergänge zu Türen und Schwellen sowie die Ausbildung von Randabschlüssen. Bei der Planung und Ausführung müssen statische, bauphysikalische und nutzungsbezogene Anforderungen zusammen betrachtet werden.
Einsatzbereiche bei Neubau, Ersatz und Sanierung
Balkone kommen bei Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern und gemischt genutzten Gebäuden vor. Im Neubau werden sie als Teil der Fassaden- und Grundrissplanung integriert, während im Bestand oft Ersatz, Vergrösserung oder Erneuerung einzelner Bauteile im Vordergrund steht. Typische Arbeiten betreffen beschädigte Beläge, korrodierte Metallteile, veraltete Geländer oder unzureichende Anschlüsse an die Gebäudehülle.
Materialien, Verkleidungen und Verglasungen
Für Balkone werden je nach Konstruktion und Gestaltung unter anderem Metall- und Holzlösungen eingesetzt. Metall eignet sich häufig für tragende Teile, Geländer und schlanke Aufbauweisen, während Holz bei Belägen oder sichtbaren Konstruktionselementen verwendet wird. Zu den Ausbauvarianten gehören zudem Balkoneinkleidungen als Sicht- oder Wetterschutz sowie Balkonverglasungen, die Wind, Niederschlag und Nutzungskomfort beeinflussen.
Abgrenzung zu Terrassen und Wintergärten
Balkone unterscheiden sich von Terrassen vor allem durch ihre Lage am Gebäude und ihre konstruktive Ausbildung als erhöhte oder auskragende Fläche. Terrassen sind meist ebenerdig oder auf einem direkten Unterbau angeordnet. Wintergärten gehen darüber hinaus, weil sie als umschlossene, verglaste Räume mit eigener raumbildender Funktion ausgeführt werden. Innerhalb der Hierarchie gehören Balkone damit zu den spezifischen Aussenbauteilen im Bereich Balkone, Terrassen und Wintergärten.