Konstruktiver Aufbau von Gitterrosten
Ein Gitterrost besteht aus sich kreuzenden Trag- und Füllstäben oder aus vergleichbaren profilierten Strukturen. Die offene Bauweise lässt Niederschlag, Schmutz oder Prozessmedien durch, während die Last über die tragenden Elemente in den Rahmen oder die Auflager eingeleitet wird. Je nach Einsatz werden Maschenweite, Bauhöhe, Material und Oberfläche auf Belastung, Nutzung und Umgebung abgestimmt.
Typische Einbauorte im Hochbau und Ausbau
Gitterroste werden als Schachtabdeckungen, Entwässerungselemente, Wartungsstege, Podeste, Treppenstufen oder Laufroste verwendet. Im Gebäudeumfeld eignen sie sich für Technikbereiche, Lichtschächte, Fassadenzonen, Lüftungsbereiche oder Übergänge mit Schmutz- und Wasseranfall. In infrastrukturellen Anlagen kommen sie zudem dort vor, wo sichere Begehbarkeit mit einer offenen Oberfläche verbunden werden soll.
Materialien und Ausführungen
Üblich sind Gitterroste aus Stahl, Leichtmetall sowie Kunststoff- oder Polyesterwerkstoffen. Stahl wird häufig gewählt, wenn hohe Belastbarkeit gefragt ist; leichtere Metallausführungen sind bei geringem Eigengewicht von Vorteil; Kunststoff- und Polyesterroste werden dort eingesetzt, wo Korrosionsverhalten, Gewicht oder elektrische Eigenschaften relevant sind. Ergänzend gibt es Unterschiede bei Oberflächen, Rutschhemmung, Einfassungen, Befestigungen und herausnehmbaren oder fest montierten Ausführungen.
Abgrenzung zu anderen Gitterlösungen
Innerhalb der Leistung Gitter sind Gitterroste funktional auf Tragfähigkeit und offene Begeh- oder Abdeckflächen ausgerichtet. Gitter-Abdeckungen können zwar ähnlich wirken, bezeichnen jedoch nicht zwingend belastbare Rostkonstruktionen für Lauf- oder Verkehrsflächen. Gitter-Abschlüsse dienen eher dem räumlichen Abschluss oder Schutz von Öffnungen, während Rollgitter, Rolltore und Scherengitter primär dem Verschliessen oder Absperren dienen. Im Unterschied dazu haben Gitterroste keine Tor- oder Abschrankungsfunktion.