Wie Gitterroste aus Polyester aufgebaut sind
Diese Gitterroste bestehen in der Regel aus einem faserverstärkten Kunststoffverbund. Das Tragverhalten entsteht aus dem Zusammenspiel von Harzmatrix, Glasfasern und dem gewählten Rostraster. Die offene Struktur ermöglicht den Durchtritt von Wasser, Licht oder Luft, während die nichtmetallische Ausführung das Materialverhalten klar von Stahl- oder Aluminiumrosten unterscheidet.
Typische Einbauorte im Hochbau und Ausbau
Polyester-Gitterroste werden in Bereichen eingesetzt, in denen begehbare oder abdeckende Flächen dauerhaft Feuchte, Reinigungsmedien oder Witterung ausgesetzt sind. Dazu gehören Technikbereiche, Podeste, Laufstege, Schachtabdeckungen, Entwässerungszonen oder Anlagenumfelder. Im Ausbau können sie auch als offene Abschirmung oder als durchlässiges Bauteil in Fassaden- und Nebenbereichen verwendet werden.
Ausführungen nach Raster, Oberfläche und Tragprinzip
Unterschieden wird unter anderem nach Maschenweite, Rosthöhe, Stabgeometrie und Oberflächenstruktur. Je nach Anforderung sind feinere oder gröbere Raster, rutschhemmende Oberflächen sowie unterschiedliche Rand- und Befestigungslösungen möglich. Bei der Auswahl sind nicht nur die Abmessungen, sondern auch die vorgesehene Belastung, Spannweite und Einbausituation massgebend.
Abgrenzung zu Kunststoff- und Metallgitterrosten
Gitterroste aus Polyester sind eine spezifische Ausprägung innerhalb der Kunststoffgitterroste, da sich der Begriff Kunststoff zunächst nur auf den Werkstoffbereich bezieht. Nicht jeder Kunststoffgitterrost basiert auf Polyesterharz; je nach chemischer und mechanischer Anforderung kommen auch andere Harzsysteme infrage. Gegenüber metallischen Gitterrosten unterscheiden sich Polyester-Roste insbesondere im Korrosionsverhalten, im Eigengewicht und in der Materialsteifigkeit, was die Eignung je nach Einsatzfall verschiebt.