Aufbau und Funktionsweise von Knickarmstoren
Ein Knickarmstoren besteht im Wesentlichen aus Tuchwelle, Storenstoff, Ausfallprofil, Tragekonstruktion und seitlichen Gelenkarmen. Beim Ausfahren drücken die Knickarme das Tuch nach vorne und halten es auf Spannung. Je nach Ausführung erfolgt die Bedienung manuell oder über einen Antrieb. Die Anlage wird in der Regel an der Fassade, unter der Decke oder an geeigneten Tragkonstruktionen montiert.
Typische Einsatzorte und bauliche Voraussetzungen
Verbreitet sind Knickarmstoren an Wohngebäuden, in der Gastronomie, bei Verkaufsflächen sowie in Aussenbereichen von Büros und Dienstleistungsobjekten. Geeignet sind sie dort, wo eine temporäre Beschattung gewünscht ist, der Bereich darunter aber frei zugänglich bleiben soll. Für die Planung relevant sind die Fassadenausrichtung, die Grösse der zu beschattenden Fläche, die Befestigungsmöglichkeiten im Untergrund und der erforderliche Ausfall. Auch die Windverhältnisse am Standort beeinflussen die Wahl der Anlage.
Ausführungen bei Tuch, Schutz und Bedienung
Knickarmstoren werden offen, mit Schutzdach oder als Kassettenlösung ausgeführt. Bei geschlossenen Systemen sind Tuch und Mechanik im eingefahrenen Zustand besser vor Witterung und Verschmutzung geschützt. Unterschiede bestehen zudem bei der Form des Ausfallprofils, bei der Tuchqualität, bei der Farbgestaltung sowie bei Komfortfunktionen wie Motorisierung oder automatischer Steuerung. Je nach Nutzung können ergänzende Elemente wie Volants oder Beleuchtung vorgesehen werden.
Abgrenzung zu Sonnensegeln, Gross-Sonnenschirmen und anderen Storen
Innerhalb von Sichtschutz und Sonnenschutz gehören Knickarmstoren zu den aussenliegenden, beweglichen Beschattungslösungen an Fassaden. Im Unterschied zu Sonnensegeln erfolgt die Verschattung nicht über gespannte Seil- oder Mastkonstruktionen, sondern über ausklappende Arme mit direkter Wand- oder Deckenbefestigung. Gegenüber Gross-Sonnenschirmen benötigen sie keinen zentralen Mast im Nutzbereich. Von Baldachinen, Bogenstoren und Korbstoren unterscheiden sie sich durch ihre lineare, ausfahrbare Konstruktion und den Schwerpunkt auf flächiger Beschattung statt auf einer festen oder stark geformten Frontlösung.