Konstruktion und Funktionsweise von Schiebewänden
Schiebewände bestehen aus einzelnen oder gekoppelten Elementen, die über Laufwagen in einem Schienensystem geführt werden. Je nach Ausführung erfolgt die Führung oben, unten oder kombiniert. Im geschlossenen Zustand bilden die Elemente eine raumtrennende Fläche, im geöffneten Zustand werden sie seitlich verfahren. Für Planung und Ausführung relevant sind unter anderem Wandanschlüsse, Führung, Parkierung, Elementbreiten sowie die Anbindung an Decke, Boden und angrenzende Bauteile.
Typische Einsatzorte im Innenausbau
Schiebewände werden in Büroflächen, Schulungsräumen, Mehrzweckräumen, Verkaufsflächen, Gastronomie- und Aufenthaltsbereichen eingesetzt. Sie eignen sich für Grundrisse, die zwischen offener Nutzung und abgetrennten Bereichen wechseln. Auch in Erschliessungszonen oder vor Nebenräumen werden sie verwendet, wenn eine herkömmliche Drehtür oder Festwand den Bewegungsfluss zu stark einschränken würde. Die Eignung hängt dabei vom benötigten Platz für Laufweg und Parkierung ab.
Materialien und Ausprägungen
Innerhalb der Leistung Schiebewände lassen sich unter anderem Glasschiebewände, Holzschiebewände und PVC-Schiebewände unterscheiden. Glas wird eingesetzt, wenn Sichtbezug und Lichtdurchlass erhalten bleiben sollen. Holzoberflächen werden gewählt, wenn die Schiebewand optisch in den Ausbau integriert oder als geschlossene Fläche ausgebildet werden soll. PVC-Ausführungen finden sich in funktional geprägten Bereichen, in denen robuste und leicht zu reinigende Oberflächen gefragt sind. Daneben variieren Schiebewände nach Elementzahl, Rahmenaufbau, Transparenzgrad und Art der Führung.
Abgrenzung zu anderen mobilen Wandsystemen
Schiebewände gehören innerhalb der mobilen Wände zu den Systemen mit linear verschiebbaren Elementen. Sie unterscheiden sich von Faltwänden dadurch, dass die Elemente nicht über Scharniere zusammengefaltet, sondern einzeln oder gekoppelt verfahren werden. Gegenüber Schiebewänden aus Glas bezeichnet Schiebewände den übergeordneten Leistungsbegriff, der auch opake Materialien wie Holz oder PVC umfasst. Von mobilen Trennwänden grenzen sie sich durch die feste Führung im Baukörper ab, während versetzbare oder frei stehende Systeme meist ohne dauerhaftes Schienensystem arbeiten.