Konstruktiver Aufbau von Gittertrennwand-Systemen
Ein Gittertrennwand-System setzt sich aus einzelnen Wandfeldern, Tragprofilen, Verbindern und meist auch Türmodulen zusammen. Die offene Füllung ermöglicht Einsehbarkeit und Belüftung, während die Konstruktion gleichzeitig eine klare physische Abgrenzung schafft. Je nach System sind freistehende, raumbildende oder an bestehende Bauteile anschliessende Lösungen möglich. Für den Innenausbau sind vor allem modulare Systeme relevant, die sich ohne massive Wandkonstruktion montieren und bei Bedarf anpassen lassen.
Einsatzbereiche im Innenausbau
Typische Anwendungen sind Lagerabteile, Technikzonen, Archiv- und Materialbereiche, Gemeinschaftsräume oder abgetrennte Flächen in Garagen und Nebenräumen. Auch in Gebäuden mit wechselnder Nutzung werden Gittertrennwände eingesetzt, wenn Bereiche organisatorisch neu gegliedert werden müssen. Die Systeme eignen sich für Umgebungen, in denen keine geschlossene Wand mit Sichtschutz oder akustischer Trennung verlangt ist. Sie werden deshalb oft dort geplant, wo Kontrolle, Zugänglichkeit und Übersicht im Vordergrund stehen.
Ausführungen, Module und funktionale Ergänzungen
Gittertrennwand-Systeme unterscheiden sich unter anderem in Maschenbild, Rahmenkonstruktion, Höhe, Türart und Art der Befestigung. Je nach Anforderung können ein- oder zweiflügelige Türen, Schiebetüren, abschliessbare Zugänge oder ergänzende Deckenabschlüsse Teil des Systems sein. Ebenfalls relevant sind Lösungen für Ecksituationen, nachträgliche Erweiterungen oder die Anpassung an bestehende Installationen. Die konkrete Ausführung richtet sich danach, ob der Schwerpunkt auf Abtrennung, Sicherung, Übersicht oder flexibler Umnutzung liegt.
Abgrenzung zu Kellerabschrankungen und anderen Trennwandsystemen
Innerhalb der mobilen Wände sind Gittertrennwand-Systeme von geschlossenen oder akustisch wirksamen Trennlösungen klar zu unterscheiden. Im Unterschied zu Akustik-Raumteilern, Akustikstellwänden oder Schallschluckwand-Systemen dienen sie nicht der Schalldämpfung. Gegenüber Elementwänden, Schiebewänden oder Faltwänden schaffen sie keine flächig geschlossenen Raumabschlüsse, sondern eine offene und technische Trennung. Kellerabschrankungen sind kein eigener Bautyp, sondern ein spezieller Einsatzfall von Gittertrennwand-Systemen für Kellerabteile und Nebenräume.