Was unter Rollvorhängen im Ausbau verstanden wird
Rollvorhänge bestehen aus einem aufrollbaren Behang, der in einer Welle, Kassette oder Führung aufgenommen wird. Der Behang kann aus textilem Material, beschichtetem Gewebe, Folie oder anderen flexiblen Werkstoffen bestehen. Im Unterschied zu festen Trennwänden bleibt die Trennung nicht dauerhaft bestehen, sondern kann je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden. Dadurch eignen sich Rollvorhänge für Situationen, in denen Flächen wechselnd genutzt oder nur zeitweise abgeschirmt werden.
Typische Einsatzbereiche in Gebäuden und Innenausbauten
Verwendet werden Rollvorhänge unter anderem zur Abtrennung von Nebenbereichen, Lagerzonen, Werkplätzen, technischen Räumen oder temporär genutzten Raumabschnitten. Sie kommen auch dort vor, wo Durchgänge offengehalten, bei Bedarf aber rasch geschlossen werden sollen. In bestimmten Anwendungen stehen Staub- und Sichtschutz im Vordergrund, in anderen die einfache Trennung von Nutzungszonen. Die konkrete Eignung hängt von Öffnungsgrösse, Beanspruchung, Material des Behangs und den Anforderungen an Führung, Reinigung und Bedienung ab.
Ausführungen nach Material, Führung und Bedienung
Rollvorhänge unterscheiden sich vor allem durch den Behang, die Art der Führung und den Antrieb. Mögliche Varianten reichen von einfachen frei hängenden Ausführungen bis zu seitlich oder unten geführten Systemen mit definierter Schliessposition. Bei der Bedienung kommen manuelle Lösungen ebenso vor wie motorisierte Systeme. Je nach Einsatzumgebung können zusätzliche Eigenschaften wie Transparenz, Verdunkelung, Waschbarkeit oder erhöhte Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und Schmutz relevant sein.
Abgrenzung zu anderen mobilen Wandsystemen
Innerhalb der mobilen Wände sind Rollvorhänge klar von Schiebewänden, Faltwänden und versetzbaren Elementwänden zu unterscheiden. Diese Systeme arbeiten mit starren oder teilsteifen Elementen und eignen sich eher für definierte Raumabschlüsse mit höherer Formstabilität. Akustikstellwände und Akustik-Raumteiler sind stärker auf Schallabsorption im Raum ausgelegt, während Rollvorhänge meist eine leichtere und funktional einfachere Trennung bieten. Gegenüber Sanitärkabinen, Kellerabschrankungen oder Gittertrennwand-Systemen fehlt bei Rollvorhängen in der Regel der dauerhafte, baulich klar gefasste Abschluss.