Was Formsperrholz als Holzwerkstoff auszeichnet
Formsperrholz besteht aus kreuzweise oder gezielt ausgerichteten Furnierlagen, die unter Druck in einer Form verleimt werden. Im Unterschied zu flächigen Standardplatten entsteht dabei kein nur ebenes Element, sondern ein Bauteil mit vorgegebener Krümmung oder räumlicher Ausformung. Je nach Aufbau kann Formsperrholz tragender Teil einer Verkleidung, sichtbare Oberfläche oder Träger für weitere Schichten sein.
Typische Anwendungen bei Wandbekleidungen und Innenausbau
Im Wandbereich wird Formsperrholz für gebogene Bekleidungen, gerundete Wandabschlüsse, Nischen, Verkleidungen von Stützen sowie Übergänge zwischen Wand und Einbauten verwendet. Es eignet sich dort, wo Radien sauber und wiederholbar ausgeführt werden müssen. Auch bei individuellen Innenausbau-Lösungen mit nicht rechtwinkligen Geometrien wird der Werkstoff eingesetzt, wenn eine Holzoberfläche oder ein formstabiler Untergrund gefragt ist.
Ausführungen nach Form, Oberfläche und konstruktivem Aufbau
Formsperrholz kann einfach oder mehrfach gekrümmt ausgeführt sein. Die Ausprägung richtet sich nach Radius, Bauteilgeometrie, Schichtaufbau und gewünschter Oberfläche. Für sichtbare Anwendungen kommen je nach Projekt unterschiedliche Decklagen oder Oberflächenbearbeitungen in Frage, während bei verdeckten Konstruktionen die Form und der Untergrund im Vordergrund stehen. Im Ausbau ist zudem relevant, ob das Element als Einzelteil, Serienbauteil oder Teil einer grösseren Wandkonstruktion gefertigt wird.
Abgrenzung zu Furnier-, Faser- und Spanplatten
Formsperrholz unterscheidet sich von furnierten Platten dadurch, dass nicht nur die Oberfläche, sondern die gesamte Geometrie des Bauteils geformt ist. Gegenüber Holzfaserplatten und Spanplatten bietet es keine bloss flächige Standardplatte, sondern ein gezielt in Form gepresstes Element. Massivholz-Riemen dienen eher der linearen Bekleidung, während Formsperrholz für gebogene oder räumlich modellierte Wandteile eingesetzt wird. Innerhalb der Hierarchie Holz und Holzwerkstoff deckt es damit den Bereich ab, in dem Formgebung konstruktiv vor der reinen Flächenbekleidung steht.