Funktionsprinzip von Streufeldtransformatoren
Bei Streufeldtransformatoren ist die magnetische Kopplung zwischen Primär- und Sekundärwicklung nicht maximal ausgelegt. Dadurch entsteht ein anderes Lastverhalten als bei konventionellen Transformatoren. In der Praxis werden sie genutzt, wenn eine galvanische Trennung mit einer konstruktiv bedingten Begrenzung oder Dämpfung elektrischer Wirkungen kombiniert werden soll.
Einsatz in Beleuchtungs- und Sonderinstallationen
Im Umfeld von Lichtinstallationen kommen Streufeldtransformatoren vor allem in technisch spezifischen Anlagen zum Einsatz. Typisch sind Anwendungen, bei denen Leuchten oder zugehörige Komponenten nicht direkt mit Netzspannung betrieben werden oder bei denen die Strom- und Spannungsverhältnisse nicht allein durch einen Standardtransformator abgedeckt werden. Relevanz haben sie deshalb eher in spezialisierten oder bestehenden Anlagen als in einfachen Standardinstallationen.
Auslegung nach Spannung, Leistung und Einbausituation
Für die Auswahl sind insbesondere Primär- und Sekundärspannung, Leistungsbereich, Betriebsart und thermische Bedingungen massgebend. Ebenfalls zu prüfen sind Bauform, Schutzart und der vorgesehene Einbauort, etwa in Leuchten, Zwischendecken oder technischen Gehäusen. Bei Ersatz in bestehenden Anlagen muss die elektrische Charakteristik mit der vorhandenen Schaltung übereinstimmen, nicht nur die Nennspannung.
Abgrenzung zu Transformatoren, Drosseln und LED-Konvertern
Streufeldtransformatoren sind nicht dasselbe wie allgemeine Transformatoren für Niedervolt-Beleuchtung, die in erster Linie Spannung umsetzen. Von Drosselspulen und Sperrdrosseln unterscheiden sie sich durch die Transformatorfunktion mit Primär- und Sekundärseite. Gegenüber LED-Konvertern, Vorschaltgeräten und Zündgeräten sind sie keine universellen Betriebsgeräte für moderne Leuchtmittel, sondern eine spezifische Lösung für bestimmte elektrische Anforderungen innerhalb der Lichtinstallation.