Funktionsweise von Kontaktschwellen in Beleuchtungssystemen
Eine Kontaktschwelle erfasst eine physische Belastung oder Berührung im Schwellenbereich und schliesst oder öffnet dabei einen Schaltkontakt. Der entstehende Impuls kann eine Leuchte direkt schalten oder an eine nachgelagerte Schaltkomponente weitergegeben werden. Dadurch lässt sich Beleuchtung an einer genau definierten Stelle auslösen, ohne auf Bewegungs- oder Helligkeitserfassung angewiesen zu sein.
Einsatzorte mit klar definiertem Auslösepunkt
Kontaktschwellen kommen dort in Frage, wo der Schaltvorgang an einen konkreten Durchgang gekoppelt werden soll, etwa bei Türübergängen, Verbindungszonen oder funktionalen Nebenbereichen. Sie eignen sich für Situationen, in denen eine Bewegung im Raum allein nicht ausreichen soll, um Licht einzuschalten. Der Nutzen liegt weniger in der Flächenerfassung als in der punktgenauen Auslösung an einer Passage.
Ausführungen, Einbauarten und technische Abstimmung
Die Systeme unterscheiden sich unter anderem nach Einbauart, Kontaktprinzip und mechanischer Auslegung. Für die Planung sind die Lage im Boden- oder Schwellenbereich, die Leitungsführung, die erwartete Belastung sowie die Einbindung in den Beleuchtungskreis relevant. Je nach Aufbau kann die Kontaktschwelle als einzelner Schaltgeber oder als Teil einer grösseren Lichtsteuerung ausgeführt werden.
Abgrenzung zu Bewegungsmeldern, Präsenzmeldern und Schaltern
Kontaktschwellen erfassen keinen Raumzustand und keine Umgebungshelligkeit, sondern nur einen direkten Kontakt an einer bestimmten Stelle. Damit unterscheiden sie sich von Bewegungsmeldern und Präsenzmeldern, die auf Erfassung im Überwachungsbereich beruhen. Gegenüber einem gewöhnlichen Schalter erfolgt die Betätigung nicht von Hand, sondern über das Passieren oder Betreten des Schwellenbereichs. Auch zu Dämmerungsschaltern besteht eine klare Abgrenzung, da Kontaktschwellen keine lichtabhängige Steuerung übernehmen.