Funktionsprinzip pneumatischer Alarmsysteme
Das System basiert auf einem definierten Druckzustand in einem geschlossenen pneumatischen Kreis. Wird dieser Zustand durch Öffnen, Beschädigen, Verformen oder eine andere Einwirkung verändert, registriert die Auswertung die Abweichung und erzeugt eine Meldung oder einen Alarm. Je nach Ausführung arbeitet die Anlage mit Überdruck oder Unterdruck. Die pneumatische Erfassung kann mit elektrischer Signalisierung kombiniert werden, die eigentliche Auslösung beruht jedoch auf der Veränderung im Luftkreis.
Typische Einsatzbereiche für druckbasierte Alarmmeldungen
Pneumatische Alarmanlagen eignen sich für Überwachungsaufgaben, bei denen eine physische Veränderung eines geschlossenen Bereichs oder Elements über Druckänderungen erfasst werden soll. Dazu gehören Anwendungen an Abschlüssen, Gehäusen, technischen Einrichtungen oder überwachten Hohlräumen, sofern sich der Überwachungszustand pneumatisch abbilden lässt. Sie kommen auch in Bestandsanlagen vor, in denen das vorhandene Sicherheitskonzept auf diesem Erfassungsprinzip aufbaut.
Ausführungen und technische Teilaspekte
Unterschieden wird vor allem zwischen Systemen mit Überdruck- und mit Unterdrucküberwachung. Zudem gibt es einfache Einzelkreise und komplexere Anordnungen mit mehreren überwachten Bereichen. Relevant sind die Dichtheit des Systems, die Stabilität der Leitungsführung, die Empfindlichkeit der Auswertung sowie die Schnittstelle zur Alarmanzeige oder Weiterleitung. Die konkrete Ausführung hängt davon ab, welche Zustandsänderung erkannt werden soll und wie fein die Überwachung reagieren muss.
Abgrenzung zu anderen Alarm- und Meldesystemen
Pneumatische Alarmanlagen unterscheiden sich von Brandmeldeanlagen dadurch, dass nicht Rauch, Wärme oder Brandkenngrössen erfasst werden, sondern eine Druckveränderung in einem pneumatischen System. Gegenüber Einbruchmeldeanlagen und Überfallmeldeanlagen beschreibt die Bezeichnung nicht das Schutzziel, sondern das technische Erfassungsprinzip. Alarmkontakte arbeiten typischerweise elektrisch als Schaltkontakt, während pneumatische Systeme eine Zustandsänderung im Luftkreis auswerten. Alarmübermittlungsanlagen sind wiederum für die Weiterleitung eines bereits ausgelösten Alarms zuständig und nicht für die eigentliche Detektion.