Technische Funktion von Parkautomaten
Parkautomaten erfassen Parkvorgänge und verarbeiten die zugehörige Zahlung oder Freigabe. Je nach System arbeiten sie mit Tickets, Karten, Kennzeichenbezug oder digitalen Nutzerkonten. Im technischen Umfeld gehören dazu die Anbindung an Schranken, Sensorik, Verwaltungssoftware oder andere Schnittstellen der Parkierungsanlage.
Einsatzorte in Hochbau und Arealerschliessung
Parkautomaten werden in Parkhäusern, Tiefgaragen, Besucherparkplätzen, Kundenparkfeldern und grösseren Arealen eingesetzt. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Standort deutlich: Innenbereiche stellen andere Anforderungen als frei zugängliche Aussenanlagen, etwa bei Witterung, Bedienbarkeit oder Schutz gegen Beschädigung. Auch die erwartete Nutzerfrequenz und die Betriebszeiten beeinflussen die Systemauslegung.
Systemvarianten und mögliche Anbindungen
Ausführungen reichen von einzelnen Bezahlstationen bis zu Systemen mit zentraler Verwaltung mehrerer Ein- und Ausfahrten. Möglich sind je nach Konzept unterschiedliche Zahlungsarten, eine Vernetzung mit Leitsystemen oder die Einbindung in bestehende Parkraumbewirtschaftung. Relevant sind zudem Fragen der Benutzerführung, der Ausfallbehandlung und der Datenübergabe an Verwaltungs- oder Abrechnungssysteme.
Abgrenzung zu anderen Leistungen unter Schwachstromanlagen
Parkautomaten sind anwendungsspezifische Endsysteme für die Bewirtschaftung von Parkraum. Sie unterscheiden sich damit von BUS-Installationen oder Hausleittechniken, die übergeordnete Kommunikations- und Steuerungsstrukturen bereitstellen. Auch Drähte und Kabel, Zeitrelais oder Zeitschalter sind keine Parkautomaten, sondern einzelne Infrastruktur- oder Schaltkomponenten, die allenfalls in deren Umfeld verwendet werden.