Technischer Aufbau von Tankanlagen
Eine Tankanlage besteht nicht nur aus dem Behälter. Zur Anlage gehören je nach Ausführung auch Rohrleitungen, Armaturen, Befüllanschlüsse, Entnahmeeinrichtungen, Füllstandsanzeigen, Überfüllsicherungen sowie Leck- und Störmeldetechnik. In gebäudetechnischen Anwendungen kommen oft elektrische Komponenten für Anzeige, Alarmierung oder Fernmeldung hinzu. Der konkrete Aufbau richtet sich nach Medium, Aufstellort und Nutzung der Anlage.
Typische Einsatzorte im Hochbau
Tankanlagen werden in Wohn-, Gewerbe- und Zweckbauten eingesetzt, wenn flüssige Brenn- oder Betriebsstoffe vor Ort gelagert werden. Häufige Anwendungen sind Heizölversorgungen, die Versorgung von Notstromanlagen oder betriebliche Lagerlösungen für Fahrzeuge und Geräte. Je nach Nutzung befinden sich Tanks in Technikräumen, separaten Lagerräumen, im Aussenbereich oder in erdverlegter Ausführung. Auch bei Bestandsgebäuden spielt die Erneuerung älterer Anlagen eine Rolle.
Ausführungen nach Standort, Medium und Überwachung
Tankanlagen unterscheiden sich unter anderem nach oberirdischer oder unterirdischer Anordnung, nach Einzel- oder Batterietanks sowie nach der Art des gelagerten Mediums. Daneben variiert der Umfang der Messtechnik: einfache lokale Anzeigen sind ebenso möglich wie elektronische Füllstandserfassung, Störmeldung oder Anbindung an übergeordnete Systeme. Bei gewerblichen Anwendungen können zusätzlich Abgabe-, Zähl- oder Überwachungseinrichtungen relevant sein. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von Betriebsablauf, Platzverhältnissen und technischer Einbindung ab.
Abgrenzung zu anderen Leistungen in der Gebäudesystemtechnik
Tankanlagen umfassen das gesamte Lager- und Versorgungssystem für flüssige Medien. Damit unterscheiden sie sich von Geschwisterleistungen wie Durchlaufzählern, Zeitrelais oder Zeitschaltern, die jeweils nur einzelne Mess- oder Schaltfunktionen abdecken. Auch BUS-Installationen oder Hausleittechniken sind nicht mit Tankanlagen gleichzusetzen: Sie können Tankmeldungen oder Zustände weiterverarbeiten, ersetzen aber weder Behältertechnik noch Leitungs- und Sicherheitseinrichtungen. Innerhalb der Hierarchie stehen Tankanlagen daher als eigenständige Leistung mit Schnittstellen zur Elektro- und Überwachungstechnik.