Funktionsprinzip von Lichtrufern
Ein Lichtrufer verbindet eine Rufauslösung mit einer sichtbaren Anzeige. Ausgelöst wird der Ruf je nach Anlage über Taster, Zugschalter oder andere Bedienelemente im Raum, am Bett oder in einem Sanitärbereich. Die Meldung erscheint anschliessend über Signalleuchten, Türanzeigen oder Sammelanzeigen, teils ergänzt durch eine akustische Meldung. Ziel ist nicht die Sprachkommunikation, sondern die eindeutige optische Zuordnung eines Rufortes.
Typische Einsatzorte in Gebäuden
Lichtrufer werden vor allem dort eingesetzt, wo Personen Unterstützung anfordern können müssen und das Personal den Rufort sofort erkennen soll. Häufige Anwendungsbereiche sind Spitäler, Pflegeheime, betreute Wohnformen, Behandlungsräume sowie barrierefreie WCs oder andere Sanitärräume mit Notruffunktion. Auch in Einrichtungen mit Zimmerstruktur und wiederkehrenden Betreuungswegen sind optische Rufanzeigen verbreitet.
Ausführungen und funktionale Bausteine
Je nach Gebäude und Nutzung reichen Lichtrufer von einfachen Einzelruflösungen bis zu Anlagen mit mehreren Rufstellen und zentraler Anzeige. Übliche Bausteine sind Ruftaster, Abstelltaster, Türlampen, Gruppensignalleuchten und Anzeigen an Stützpunkten oder Dienstzimmern. In grösseren Anlagen können verschiedene Rufarten unterschieden werden, etwa Zimmer- und WC-Rufe oder Präsenzmeldungen des Personals. Lichtrufer können als eigenständige Signalanlage ausgeführt oder in umfassendere Ruf- und Meldesysteme eingebunden werden.
Abgrenzung zu verwandten Signalanlagen
Innerhalb der Meldeanlagen und Signalanlagen unterscheiden sich Lichtrufer klar von technischen Alarmanlagen, Brandmeldern oder Evakuationsanlagen: Sie dienen in der Regel nicht der automatischen Gefahrenmeldung, sondern der personenausgelösten Anforderung von Hilfe oder Aufmerksamkeit. Gegenüber Sonnerieanlagen liegt der Fokus nicht auf Klingelsignalen für Eingänge, sondern auf der Anzeige eines konkreten Rufortes innerhalb der Nutzungseinheit oder im Gebäude. Von Gegensprech- und Türsprechanlagen grenzen sie sich dadurch ab, dass keine Sprechverbindung im Vordergrund steht.