Erfassung von Verbindungsdaten und Gebühren
Diese Endgeräte oder anlagengebundenen Erfassungseinheiten lesen Daten aus der Telefonanlage aus und bereiten sie für Protokolle oder Abrechnungen auf. Erfasst werden können beispielsweise belegte Nebenstellen, Gesprächszeiten, Anzahl Verbindungen oder kostenrelevante Angaben, sofern die Anlage diese bereitstellt. Gebührenerfassungsgeräte gehen über die reine Datensammlung hinaus und ordnen Verbindungen tariflich oder kostenbezogen ein.
Einsatz in Objekten mit mehreren Anschlüssen
Typisch ist der Einsatz in Gebäuden und Organisationen mit vielen Nebenstellen, gemeinsam genutzten Leitungen oder einer internen Kostenverteilung. Dazu gehören etwa Verwaltungsbauten, Beherbergungsbetriebe, Gesundheitseinrichtungen oder grössere Betriebsstandorte. Die Erfassung schafft Transparenz darüber, welche Anschlüsse genutzt wurden und wie sich Gesprächskosten innerhalb einer Anlage verteilen.
Geräteformen und Einbindung in Telefonanlagen
Je nach Aufbau der Kommunikationsinfrastruktur kommen eigenständige Erfassungsgeräte, anlagenspezifische Module oder gekoppelte Auswertungseinheiten zum Einsatz. Die technische Ausführung richtet sich nach dem verwendeten Telefonsystem, den verfügbaren Schnittstellen und dem gewünschten Detaillierungsgrad der Auswertung. Relevante Unterschiede bestehen unter anderem bei der lokalen Speicherung, der Weitergabe an Auswertungssoftware und der Frage, ob nur Daten erfasst oder zusätzlich Gebühren berechnet werden.
Abgrenzung zu anderen Endgeräten und Systemen
Im Unterschied zu Telefonapparaten, Funktelefonen oder Telekonferenzsystemen dienen Datenerfassungsgeräte und Gebührenerfassungsgeräte nicht der direkten Kommunikation, sondern der Dokumentation der Nutzung. Von Datenvermittlungssystemen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie keine Verbindungen schalten oder weiterleiten. Gegenüber Telefonzentralen übernehmen sie keine Steuerungsfunktion für den Betrieb der Anlage, sondern erfassen deren Kommunikationsvorgänge nachgelagert oder begleitend.