Transparente Kabinen und sichtbare Schachtkonstruktionen
Bei Glasaufzügen bestehen wesentliche Teile der Kabine, der Türen oder der Schachtverkleidung aus transparenten Materialien. Als Panoramaaufzug wird eine Ausführung bezeichnet, bei der die Sicht nach aussen oder in einen Innenraum bewusst Teil des Nutzungskonzepts ist. Die Förderfunktion entspricht der Personenbeförderung, die räumliche Wirkung unterscheidet sich jedoch deutlich von geschlossenen Aufzugssystemen.
Einsatz in Atrien, Hallen und an Fassaden
Typische Einbauorte sind mehrgeschossige Eingangshallen, Innenhöfe, Lobbys, Verkaufsflächen, öffentliche Gebäude und aussenliegende Erschliessungen an Fassaden. In solchen Situationen verbindet der Aufzug nicht nur Geschosse, sondern erhält Blickachsen und unterstützt die Orientierung im Gebäude. Bei aussenliegenden Anlagen kommen zusätzlich Witterung, Temperaturschwankungen und die Einbindung in die Gebäudehülle hinzu.
Ausführungen von Verglasung, Kabinenform und Einbindung
Glasaufzüge und Panoramaaufzüge können innenliegend oder aussenliegend angeordnet sein. Unterschiede ergeben sich unter anderem aus dem Anteil transparenter Flächen, der Form der Kabine, der Türanordnung sowie der Art, wie der Schacht konstruktiv und gestalterisch in Atrium, Fassade oder Tragstruktur eingebunden wird. In der Planung sind neben der Beförderungsfunktion auch Themen wie Einsehbarkeit, Reflexionen, Sonneneinstrahlung, Reinigung und Unterhalt zu berücksichtigen.
Abgrenzung zu anderen Lösungen der Personenbeförderung
Gegenüber einem klassischen Personenaufzug liegt der Schwerpunkt hier auf transparenter Gestaltung und Sichtbezug, nicht nur auf einer geschlossenen Transportkabine. Personen-Schrägaufzüge und Treppenlifte sind für geneigte Fahrwege ausgelegt und folgen anderen baulichen Voraussetzungen. Rollstuhlaufzüge dienen meist der barrierefreien Überwindung kleinerer Höhenunterschiede, während Lastenaufzüge mit Personenbegleitung auf Transportaufgaben mit begleitendem Personal ausgerichtet sind.