Fahrprinzip auf geneigter Strecke
Bei einem Personen-Schrägaufzug bewegt sich die Kabine auf einer schräg geführten Trasse zwischen fest definierten Haltestellen. Die Anlage ist auf die Personenbeförderung ausgelegt und folgt dem Verlauf des Geländes oder der baulichen Struktur. Damit unterscheidet sie sich von vertikalen Aufzügen, die Ebenen übereinander verbinden, und von einfachen Hebeplattformen für kurze Höhendifferenzen.
Typische Einsatzorte in Gebäuden und Aussenanlagen
Solche Anlagen werden vor allem bei Hanglagen, terrassierten Überbauungen und Gebäuden mit versetzten Zugangsniveaus eingesetzt. Auch bei langen schrägen Erschliessungen zwischen Strassenniveau, Eingangsbereich, Innenhof oder höher liegenden Gebäudeteilen kann ein Personen-Schrägaufzug sinnvoll sein. Im Bestand kommt er in Frage, wenn die Topografie oder die vorhandene Bauweise einen senkrechten Aufzug nur mit hohem baulichem Eingriff zulassen würde.
Ausführungen und planerische Randbedingungen
Personen-Schrägaufzüge können im Innenbereich oder entlang von Fassaden und Gelände geführt werden. Die konkrete Ausführung richtet sich nach Streckenlänge, Neigung, Haltestellenlage, Zugangssituation und der Einbindung in Tragwerk und Umgebung. In der Planung sind unter anderem die Wegeführung, die nutzbare Einstiegsfläche, Witterungseinflüsse bei Aussenanlagen sowie die Abstimmung mit Architektur und Erschliessung zu klären.
Abgrenzung zu verwandten Beförderungssystemen
Innerhalb der Personenbeförderung gehören Personen-Schrägaufzüge zu den geneigt geführten Kabinenanlagen. Treppenlifte befördern in der Regel einzelne Personen auf einem Sitz entlang einer Treppe, während Rollstuhlaufzüge meist als Plattformsysteme für kürzere Höhenunterschiede eingesetzt werden. Personenaufzüge fahren senkrecht, und Glasaufzüge oder Panoramaaufzüge beschreiben vor allem die gestalterische Ausführung eines Aufzugs. Lastenaufzüge mit Personenbegleitung sind dagegen primär auf Gütertransport ausgelegt.