Was eine Etagenzentralheizung ausmacht
Eine Etagenzentralheizung ist eine Heizungsanlage mit eigener Wärmeerzeugung für eine einzelne Wohnung, Etage oder Nutzungseinheit. Im Unterschied zu einer gebäudezentralen Heizung wird die Wärme nicht von einer gemeinsamen Heizzentrale für alle Parteien bereitgestellt. Die erzeugte Wärme wird innerhalb der Einheit über ein eigenes Verteilnetz an Heizkörper oder Flächenheizungen abgegeben.
Typische Einsatzbereiche in Wohn- und Bestandsbauten
Etagenzentralheizungen kommen vor allem in Mehrfamilienhäusern mit getrennten Wohneinheiten, bei Umbauten und in Bestandsbauten mit dezentraler Haustechnik vor. Sie sind dort anzutreffen, wo jede Einheit technisch und betrieblich eigenständig beheizt werden soll. Auch bei Ersatz einzelner Altanlagen innerhalb eines Gebäudes ist diese Lösung relevant, wenn keine gemeinsame Zentralanlage vorgesehen ist.
Ausführungen innerhalb der Nutzungseinheit
Die Ausführung kann sich nach Wärmeerzeuger, Wärmeabgabe und Einbindung der Warmwasserbereitung unterscheiden. Möglich sind Anlagen mit Heizkörpern ebenso wie Systeme, die eine Fussbodenheizung oder andere Wärmeabgabeflächen versorgen. Je nach Gebäudekonzept erfolgt die Warmwasserbereitung separat oder über dieselbe Anlage wie die Raumheizung.
Abgrenzung zu anderen Heizungsleistungen
Innerhalb der Hierarchie gehört die Leistung zu Öfen und Heizungen und beschreibt die Organisation der Wärmeversorgung pro Einheit. Sie ist von Fussbodenheizungen und Wandheizungen zu unterscheiden, die primär die Art der Wärmeabgabe betreffen. Gegenüber Pelletzentralheizungen, Blockheizkraftwerk-Anlagen oder Fernwärme-Übernahmestationen liegt der Unterschied darin, dass diese meist gebäudeweit oder an eine übergeordnete Versorgung angebunden sind, während Etagenzentralheizungen dezentral pro Nutzungseinheit ausgelegt sind.