Funktion von Druckreduzierventilen in Wasserinstallationen
Ein Druckreduzierventil regelt den Druck auf der Abgangsseite unabhängig davon, dass der Vordruck im Netz oder in einer Förderanlage höher sein kann. Es wird auf einen Sollwert eingestellt, damit der nachfolgende Leitungsabschnitt nicht mit dem vollen Eingangsdruck betrieben wird. Das ist vor allem dann relevant, wenn Armaturen, Apparate oder einzelne Anlagenteile nur für einen begrenzten Druckbereich ausgelegt sind.
Einsatzbereiche in Sanitäranlagen und Pumpengruppen
Typische Einbauorte liegen an Gebäudeanschlüssen, in Steigzonen, vor einzelnen Nutzungsbereichen oder innerhalb von Pumpenanlagen mit hohem oder wechselndem Förderdruck. In der Sanitärtechnik werden Druckreduzierventile verwendet, um Teilnetze mit unterschiedlichen Anforderungen voneinander zu trennen. Innerhalb von Pumpengruppen können sie helfen, den Druck hinter der Förderung auf ein für die Verbraucher passendes Niveau zu begrenzen.
Ausführungen und technische Unterschiede
Druckreduzierventile sind in verschiedenen Nennweiten, Anschlussarten und Werkstoffen erhältlich. Je nach Ausführung sind sie einstellbar, mit Prüf- oder Manometeranschluss versehen oder für bestimmte Medienbereiche ausgelegt. Für die Auswahl sind insbesondere Eingangsdruck, gewünschter Ausgangsdruck, Durchfluss, Einbaulage, Medium und Wartungszugang relevant. Auch die Abstimmung mit Filtern, Absperrorganen und weiteren Armaturen der Anlage ist zu berücksichtigen.
Abgrenzung zu anderen Ventilen
Im Unterschied zu Sicherheitsventilen dient ein Druckreduzierventil nicht dem kurzfristigen Druckabbau bei Überdruck, sondern der dauerhaften Begrenzung des Betriebsdrucks in einem Leitungsabschnitt. Gegenüber Mischventilen verändert es nicht die Temperatur oder das Mischverhältnis eines Mediums. Membranventile beschreiben primär eine konstruktive Ventilart, während Druckreduzierventile nach ihrer Regelaufgabe eingeordnet werden. Innerhalb der Hierarchie gehören sie als spezialisierte Ventile in den Bereich von Sanitär- und Pumpenanlagen.