Was mit Zisternen im Sanitärbereich gemeint ist
Eine Zisterne ist ein Behälter zur Aufnahme und Speicherung von Wasser für definierte Anwendungen. Je nach Konzept dient sie der Sammlung von Regenwasser, der Bevorratung von Betriebswasser oder der Zwischenspeicherung für technische Nutzungen. Zum System gehören neben dem eigentlichen Behälter in der Regel Anschlüsse für Zulauf, Entnahme, Überlauf und Wartung.
Typische Einsatzkontexte im Hochbau
Zisternen werden in Gebäuden und auf Grundstücken dort eingesetzt, wo Wasser nicht ausschliesslich direkt aus dem Leitungsnetz bezogen oder sofort abgeführt wird. Typische Anwendungen sind die Nutzung von Regenwasser für WC-Spülungen, Reinigungszwecke, Bewässerung oder andere nicht trinkwassergebundene Bereiche. Im gebäudetechnischen Zusammenhang sind sie vor allem dann relevant, wenn Speichervolumen und Verbrauch zeitlich auseinanderfallen.
Bauarten nach Material und Einbausituation
Zisternen unterscheiden sich unter anderem nach Werkstoff, Bauform und Einbauort. Verbreitet sind Lösungen aus Beton oder Kunststoff sowie oberirdische und unterirdische Ausführungen. Die Wahl hängt von Platzverhältnissen, Erschliessung, Belastungssituation, Wartungszugang und dem vorgesehenen Wasservolumen ab.
Abgrenzung innerhalb der Sanitäranlagen
In dieser Hierarchie werden Zisternen den apparativen Sanitäranlagen im Umfeld von Waschkücheneinrichtungen zugeordnet. Sie unterscheiden sich von Boiler dadurch, dass sie Wasser speichern, aber nicht primär erwärmen. Gegenüber Armaturen regeln sie keine Entnahme, und gegenüber Ablaufsystemen führen sie Wasser nicht ab, sondern halten es für eine spätere Nutzung oder kontrollierte Weiterleitung zurück.