Mangan im Wasser gezielt entfernen
Bei der Entmanganung wird Wasser so behandelt, dass Mangan in eine abtrennbare Form überführt und anschliessend aus dem Wasser entfernt wird. Ziel ist ein stabiler Betrieb von Leitungen, Armaturen, Speichern und nachgeschalteten Apparaten. Je nach Zusammensetzung des Rohwassers muss berücksichtigt werden, ob Mangan gelöst vorliegt oder bereits als Partikel im Wasser vorhanden ist.
Typische Anwendungen bei Eigenwasserversorgung und Prozesswasser
Entmanganungen kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Wasser aus Grundwasserfassungen, Brunnen oder anderen eigenen Gewinnungsanlagen aufbereitet wird. Sie sind auch relevant, wenn manganhaltiges Wasser technische Prozesse, Waschvorgänge oder die Betriebsstabilität von Installationen beeinträchtigt. In Gebäuden betrifft dies insbesondere Anlagen mit eigener Wassergewinnung und nachgeschalteter Aufbereitung.
Verfahrenskonzepte und technische Ausprägungen
Die Entmanganung wird häufig als Kombination aus Oxidation und Filtration ausgeführt. Welche Verfahrensschritte notwendig sind, hängt unter anderem von der Wasserchemie, der Fördermenge und möglichen Begleitstoffen ab. In der Praxis werden Entmanganungen oft mit weiteren Aufbereitungsschritten kombiniert, etwa wenn neben Mangan auch Eisen oder Trübstoffe entfernt werden müssen.
Abgrenzung zu Enteisenung, Enthärtung und Entkeimung
Entmanganungen gehören innerhalb der Wasseraufbereitung zu den Verfahren, die gezielt einzelne Inhaltsstoffe aus dem Wasser entfernen. Sie sind von Enteisenungen zu unterscheiden, auch wenn beide Verfahren oft gemeinsam geplant werden. Enthärtungen und Entkalkungen betreffen vor allem Calcium- und Magnesiumverbindungen, Entkeimungen Mikroorganismen, Entsalzungen gelöste Salze und Entsäuerungen die chemische Stabilisierung des Wassers.