Funktion von Wärmespeichern in Warmwasseranlagen
Ein Wärmespeicher nimmt Wärme aus einem Erzeuger auf und gibt sie später wieder ab. Dadurch werden Lade- und Entnahmezeiten entkoppelt. In Gebäuden betrifft das vor allem die Bereitstellung von Warmwasser sowie die Pufferung von Wärme aus Kesseln, Wärmepumpen, Solaranlagen oder anderen Wärmeerzeugern. Relevante Merkmale sind unter anderem Speichervolumen, Wärmeverluste, Dämmung, Temperaturführung und die Einbindung in das Gesamtsystem.
Typische Einsatzbereiche im Hochbau
Wärmespeicher finden sich in Wohnbauten, Verwaltungsgebäuden, Hotels, Sportanlagen, Gesundheitsbauten und industriellen Gebäuden mit regelmässigem Warmwasserbedarf. Sie werden dort eingesetzt, wo Verbrauchsspitzen auftreten oder die Wärmeerzeugung nicht permanent an den aktuellen Bedarf angepasst werden soll. In zentralen Warmwassersystemen dienen sie der Bevorratung, in kombinierten Anlagen der Lastverschiebung zwischen Erzeugung, Speicherung und Verteilung.
Ausprägungen und technische Unterschiede
Zu unterscheiden sind insbesondere Trinkwarmwasserspeicher und Pufferspeicher. Trinkwarmwasserspeicher halten erwärmtes Trinkwasser direkt vor, während Pufferspeicher Heizungs- oder Prozesswasser speichern und die Wärme über andere Komponenten weitergeben. Je nach System werden stehende oder liegende Bauformen, integrierte oder externe Ladeeinrichtungen sowie unterschiedliche Anschlusskonzepte verwendet. Für die Planung sind Nutzungsmuster, Platzverhältnisse, Einbindung der Wärmeerzeugung und Anforderungen an Hygiene und Wartung massgebend.
Abgrenzung zu Wärmetauscher, Wärmezähler und Wärmerückgewinnung
Wärmespeicher speichern Wärme über eine bestimmte Zeit, sie übertragen oder messen sie nicht primär. Ein Wärmetauscher dient der Wärmeübertragung zwischen Medien, ohne selbst als eigentlicher Speicher zu wirken. Wärmerückgewinnungskomponenten nutzen vorhandene Abwärme aus Prozessen oder Abluftströmen, während Wärmezähler den Energieverbrauch erfassen. Innerhalb der übergeordneten Leistung "Wärme-" steht der Wärmespeicher damit für die zeitliche Bereitstellung von Wärme, nicht für deren Rückgewinnung, Übertragung oder Messung.