Funktion und Aufbau von Warmwasseraufbereitungsanlagen
Eine Warmwasseraufbereitungsanlage bringt Kaltwasser auf die benötigte Nutzungstemperatur und hält diese je nach System bereit oder erzeugt sie bedarfsgerecht. Typische Funktionsbereiche sind Erwärmung, Speicherung, Temperaturregelung, Verteilung und gegebenenfalls Zirkulation. Je nach Anlagenkonzept kommen Speichergeräte, Durchlaufgeräte, Umwälzpumpen, Thermostate, Isolierrohre, Armaturen und Messkomponenten wie Warmwasserzähler zum Einsatz. In grösseren Installationen wird die Anlage oft mit Regel- und Sicherheitsbauteilen ergänzt.
Einsatzbereiche in Wohn-, Gewerbe- und Spezialbauten
Im Wohnbau werden Warmwasseraufbereitungsanlagen vor allem für Duschen, Badewannen, Küchen und Waschräume ausgelegt. In Gewerbe- und Dienstleistungsgebäuden kommen zusätzlich höhere Zapfleistungen, gleichzeitige Entnahmestellen und längere Leitungswege hinzu. Sportanlagen, Heime, Hotels, Spitäler oder Produktionsbetriebe mit sanitären Nutzungen stellen meist erhöhte Anforderungen an Verfügbarkeit, Temperaturführung und Verteilung. Auch Beckenheizungen oder Warmwasserautomaten können Teil einer solchen Anlage sein, wenn sie in das gebäudetechnische Gesamtsystem eingebunden sind.
Systemarten und typische Komponenten
Zu den verbreiteten Systemarten gehören Boiler, Durchlauferhitzer, Badeöfen und Brauchwasser-Wärmepumpen. Warmwasser kann ausserdem über Solaranlagen unterstützt oder mit Zirkulationssystemen über längere Leitungsnetze verteilt werden. Häufige Komponenten sind Umwälzpumpen, Thermostate, Heizbänder, Installationsmaterialien, Isolierrohre und Armaturen für die geregelte Entnahme. UV-Strahler oder weitere Wasserbehandlungsbauteile können ergänzend eingebunden werden, wenn dies für den jeweiligen Anwendungsfall vorgesehen ist.
Abgrenzung zu anderen Leistungen der Wasseraufbereitung
Warmwasseraufbereitungsanlagen sind von Verfahren wie Abwasseraufbereitung, Destillation, Ionenaustausch oder Bassinwasseraufbereitung zu unterscheiden. Dort steht die Veränderung der Wasserqualität durch Reinigung, Trennung oder chemisch-physikalische Behandlung im Vordergrund. Bei Warmwasseraufbereitungsanlagen geht es primär um das Erwärmen, Speichern, Verteilen und Regeln von Wasser für die Nutzung im Gebäude. Gegenüber Korrosionsschutz oder Dosierapparaten bilden sie damit eine eigene Anlagenkategorie, können mit solchen Lösungen aber kombiniert werden.