Was Warmwasserzähler erfassen
Warmwasserzähler messen die entnommene Warmwassermenge in einer Leitung. Sie sind für den Einsatz mit erwärmtem Trinkwasser ausgelegt und werden typischerweise im Warmwasserstrang einer Nutzungseinheit oder eines Anlagenteils eingebunden. Die Messwerte dienen der Verbrauchserfassung, etwa für interne Kostenverteilung, Betriebsübersichten oder den Vergleich einzelner Bereiche einer Liegenschaft.
Einsatz in Wohn- und Zweckbauten
Typische Einbauorte sind Mehrfamilienhäuser mit zentraler Warmwasserbereitung, Wohnüberbauungen, Hotels, Heime, Sportanlagen und gewerblich genutzte Gebäude. Dort lassen sich Wohnungen, Etagen, Teilstränge oder Verbrauchsgruppen getrennt erfassen. In dezentralen Systemen mit einzelnen Kleingeräten ist die messtechnische Einbindung anders aufgebaut oder weniger relevant.
Ausführungen, Einbauarten und Auslesung
Warmwasserzähler unterscheiden sich unter anderem nach Einbauart, Nenngrösse, Temperaturauslegung und Auslesetechnik. Verbreitet sind Geräte mit lokaler Ablesung sowie Zähler mit Funk- oder Busschnittstellen für eine zentrale Datenerfassung. Je nach Anlagenkonzept kommen Wohnungszähler, Zähler für Teilstränge oder austauschbare Messkapseln zum Einsatz.
Abgrenzung zu anderen Komponenten der Warmwasseranlage
Warmwasserzähler messen den Verbrauch, sie erwärmen, speichern oder regeln das Wasser nicht. Damit unterscheiden sie sich von Boilern, Durchlauferhitzern und Brauchwasser-Wärmepumpen als Erzeugern sowie von Umwälzpumpen und Zirkulationssystemen als Verteilkomponenten. Gegenüber Armaturen und Thermostaten übernehmen sie keine Regel- oder Entnahmefunktion. Im Unterschied zu Wärmezählern erfassen sie das Volumen des Warmwassers, nicht die abgegebene Wärmeenergie.